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Mit We Don’t Care hauen Boppin’B nach 35 Jahren Bandgeschichte, zahlreichen Touren und einer dem Titel entsprechenden Haltung ein neues Studioalbum raus. Dass das in diesem musikalischen Bereich nicht immer einfach ist, muss ich niemanden erzählen. Gerade mit dem – was vielen Szenen gemein ist – starren Konzept einer ebensolchen eckt man mit Cover von Pop-Songs stellenweise an. Ebenfalls mit Touren ebensolcher Künstler. Der Band ist das egal. Scheinbar.

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© Financial Disaster Records - Boppin'B - We Don't Care

© Financial Disaster Records – Boppin’B – We Don’t Care

Obwohl, nicht scheinbar. Sicherlich. 35 Jahre hält niemand durch, wenn man das zu sehr an sich heranlässt. Also das, was Rezensenten und Szenekollege und so weiter erzählen, schreiben, mitteilen. Meinereiner ebenfalls. Bei mir sind Kritiken auch nicht immer ausschließlich begeistert ausgefallen, sondern auch mal mittelmäßig.

Mir fällt es schwer nach mehrmaligen durchhören herauszuhören, was die Cover sind und was eigene Stücke. Ich vermute mindestens zwei Cover Can’t Get You Out Of My Head und Sunglasses at Night. Obwohl ich mir beim erstgenannten gar nicht so sicher bin. Denn dieser Song hat – abgesehen von einem (sehr) ähnlichen Titel – musikalisch nichts mit dem Minogue’schen Song gemeint, denke ich mir. Also nur ein Cover auf dem Album, wo ich mir sicher bin und bei all den anderen Songs habe ich (größere) Zweifel.

Dann muss ich meine frühere Aussage – aus einer vergangenen Rezension – revidieren. Sie können doch ziemlich gute eigene Stücke und das Cover ist ebenfalls knorke. Mit der Single In The Sun zeigten sie außerdem ihr Können auf der Ukulele und ein Faible für Ska. Finde ich gut.

Alles in allem ein überraschend gutes Album mit Schwung aber auch mit balladesken Momenten. Wer Boppin’B mag wird hier nichts oder nur wenig falsch machen.

(**)

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