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1. Mai 87 aus Erkelenz. Schon 1986 kam die Idee auf, eine Band zu gründen, was wiederum im Frühjahr des darauffolgenden Jahres umgesetzt wurde. Die Band benannt sich nach den Ausschreitungen am 1. Mai 1987 in Berlin-Kreuzberg. Die Gruppe wollte kritisieren und zum Nachdenken anregen, so die eigene Aussage dazu. Dementsprechend gibt es (sehr) viele politische und sozialkritische Stücke auf den Alben. Viecher im Leib ist nach den Demos Wunsch bleibt Wunsch und Nackt durch Jülich das Debütalbum.

© 1. Mai '87 - Viecher im Leib

© 1. Mai ’87 – Viecher im Leib

Auf Viecher im Leib müsste folgende Besetzung die Platte eingespielt haben: Stefan Pieck „Tiyah“ an Gesang und Gitarre, Sven-Uwe Bange „Doc“ (der 1991 dazustieß) sowie André Hoffmann „Andy“ am Bass und Drummer Oli Cords. Letzterer wurde 1996 circa durch Oliver Berger „Bolle“ ersetzt, diese wiederum ab 1998 durch „Tuberkel Knuppertz“.

Zu meinen Fanzine-Zeiten hat die Band, ich glaube mit Wohlstandskinder, Knochenfabrik und anderen irgendwo am Rhein gespielt. Bin mir wegen des Lineups und des wie, wo, wann und Anlass nicht mehr sicher. Vielleicht in Köln. Da habe ich jemanden von der Band interviewt. Wenn man meine Vorstellung davon früher, so nennen mag. Ich glaube Torsten von Zappendusta (aus Essen, meine ich) war auch da, bin mir aber nicht sicher. Egal.

Viecher im Leib hat leider kaum was an Aktualität verloren, auch der Kultcharakter ist geblieben. Letzteres nicht schlimm, erstgenanntes dahingegen schon. Die 17 Tracks plus Live-Version von Hass Hass Hass haben es wahrlich in sich gehabt. Und immer noch. Schon alleine wegen der vorhandenen Aktualität. Hervorzuheben sind aber meines Erachtens Crackhead, Hepatitis B, Voll Proll, Angst, Mord bleibt Mord, Sie marschieren wieder, Peu-Ge-Ot und Sie strafen dich lügen. Der Rest kann sich aber auch sehen beziehungsweise hören lassen.

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