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Auf Blyh bin ich per Zufall aufmerksam gemacht worden. Gamer und Gitarrist, oder vice versa, Marc Görtz (Caliban) hatte einen Stream auf Twitch am Laufen. Besucher, die angemeldet sind, konnten dann fragen stellen. Da es für mich nicht so relevant war und es keine Pressekonferenz war, unterließ ich eine Anmeldung. Ich zocke auch nicht. Aber die Probe mit Marc, Marco und Denis (ex-Aclys) hab ich mir ansehen wollen. Eine Frage ging an Denis bezüglich Aclys, was die Bandmitglieder so musikalisch machen würden et cetera. Marc war – so mein Eindruck – genervt, gab die Frage aber weiter. Denis wusste nichts genaueres, ein User erwähnte Blyh mit dem Hinweis, dass die Sänger wohl identisch wären. Was Sinn ergibt, beide scheinen einen Faible für Georg Trakl zu haben und gut mit der Sprache umgehen zu können. Auch das hört man durchaus, auch wenn bei Blyh in englischer Sprache geschrien wird. Auch die Musik ist gänzlich eine andere. Soweit meine Vermutung, die ich in einem Interview zu snarg auch schon erwähnte. Widmen wir uns aber nun Transparent to the World von Blyh, dem offiziellen Release, nicht dem Demo. Beide unterscheiden sich.

© Blyh - Transparent to the World

© Blyh – Transparent to the World

Wie es der Zufall also will, bin ich so darauf aufmerksam geworden. Manchmal ist dieses Spiel ganz schön irritierend, was für „Zufälle“ so eintreten. Andererseits ist man manchmal auch einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Völlig egal, wie man das nennen mag.

Transparent to the World beginnt mit dem zweitlängsten Track The Strength of a Woman Can Be Boundless. Einer von drei Stücken, die über 10 Minuten gehen. Die anderen beiden sind die Titelstücke und The Shortening of the Way. So Willingly Dead bleibt dahingegen unter 8 Minuten. Das Systral-Cover Narrow-minded Criteria fällt mit knapp unter 2 Minuten völlig aus dem Rahmen.

Gemein haben die Stücke, dass sie düsteren, atmosphörisch-kalten Black Metal enthalten und auf die Zwölf sind. Die Lyrics scheinen ebenso interessant zu sein und bieten einiges an Interpretationsspielraum. Außer das Cover, das grenzt es – politisch zumindest – doch sehr. Wichtige und gute Stellungnahme, die mir im Black Metal sehr oft fehlt.

Auch wenn es nicht mein favorisiertes Genre ist, habe ich neben Hyems und Ancst nun eine weitere Band, die ich gerne aus dem Bereich höre. Und darf ruhig sagen, dass es mir egal ist, wo die Mitglieder vorher gespielt haben. Das war nur reine Neugierde, weil ich gerne schaue, was sonst noch veröffentlicht wird.

Blyh findet ihr hier

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