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Talco – And The Winner Isn‘t CD Kritik

Talco – And The Winner Isn‘t CD Kritik
Talco – And The Winner Isn‘t
Talco – And The Winner Isn‘t

Am 23. Februar ist das Album And The Winner Isn‘t von der italienischen Band Talco via Long Beach Records Europe erschienen. Das Sextett aus Venedig gibt mir mit Longplayer die Möglichkeit eines Ersteinstieg und dem wiederholtem Genuss von Punk mit Ska-Einflüssen inklusive Bläsern und allem Pipapo.

Eine Zeit, wo ich zuletzt so häufig Ska-Punk und Artverwandtes gehört habe, war zu Zeiten wo ich diverse Fanzines regelmäßig gelesen habe und dort auf eine Band namens Los Nuevos Mutantes gestoßen bin. Deutschsprachige Text, Ska-Punk und melodiös. Keine sonderlich häufige Konstellation, finde ich.

Textlich soll der Fokus auf menschliche Erniedrigung, Entwürdigung und Verlogenheit liegen. Aber auch die zweifelhafte Umgangsweise mit der Hoheitsdeutung von vermeintlichen Wahrheiten und herrschenden Systemen. Ich muss dem einfach so Glauben schenken, denn ein Großteil der Stücke ist in Sprachen verfasst, die ich nicht spreche. Aber, so nebenbei erwähnt, irgendwann mal lernen möchte.

Aber es gibt eine englische Version von La mia città (Meine Zeit), der Songtitel ist allerdings gleich geblieben, und das gute Stück ist auf der Bonus-CD zu hören. Dazu kommen auf ebenjenem Bonusrundling zwei spanische Stücke von La Torre (Der Turm) und Danza dell‘autunno rosa (Tanz des roten / rosa Herbstes) sowie mit St. Pauli einen deutschen Song und sogleich eine Hommage an den Fußballverein.

And The Winner Isn‘t ist, genau wie der vorgänger Silent Down aus dem Jahr 2015, ein Konzeptalbum. Bomaye ist zum Beispiel Mohammed Ali gewidmet und ist, möglicherweise, ziemlich alleine mit seiner optimistischen Stimmung auf diesem Album. Denn es soll zeigen, was man alles überwinden und erreichen kann.

Mit diesem Longplayer wird es schon mal nicht langweilig und je nach Stimmung kann dieser mich durchaus begeistern. Aber eben nicht immer. Aber das wiederum passiert sowieso eher selten. Ska und Punkliebhaber können ruhigen Gewissens einmal, oder mehrmals, antesten.

Oliver Lippert
Oliver Lippert
Schreibe schon seit Mitte der 1990er und habe seit Oktober 2020 zwei Bücher ("Kaleidoskop - Abschnitt 1 -" und "Kaleidoskop - Abschnitt 2 -") veröffentlicht.

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