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Am 21. und 22. April 1999 haben Metallica das letzte Album mit Jason Newsted aufgenommen und gleichzeitig eine einzigartige Symbiose festgehalten. Am 28. August 2020 ist S&M² auf Blackened Recordings / Universal Music erschienen. Aufgenommen wurde das Album etwas mehr als 20 Jahre später am 6. und 8. September 2019. Ebenfalls wieder mit der San Francisco Symphony und Michael Kamen.

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© Universal Music - Metallica - S&M2

© Universal Music – Metallica – S&M2

Es waren 40.000 Fans aus rund 70 Ländern anwesend, die, die beiden Shows ansehen konnten. Klar, dass das auch bei den Medienvertreter*innen gut ankommt. Live ist nochmal eine ganz andere Sache. Ich wäre wahrscheinlich auch aus dem Häuschen. Selbst wenn ich – subjektiv – die Set- und Tracklist von S&M² nicht ganz so gelungen finde und ich aktuelle Stücke in diesem Gewand eigentlich nicht passend finde. Aber hätte es dasselbe in Grün nochmal gegeben wäre ich auch unzufrieden gewesen. Und die Fans ebenfalls.

Das Album wirkt wie ein Relikt aus einer anderen Zeit. Zahlreiche Musiker stehen auf der Bühne, vor ebendieser tummeln sich mal eben 20.000 Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern. Und ein Jahr später fühlt es sich schräg an ein solches Werk zu hören. Damals war es unvorstellbar, dass es soweit kommen könnte. Heute ist es unvorstellbar, dass eine solche Veranstaltung ohne Einschränkungen stattfinden kann. Es wäre sicherlich digital im Stream erschienen, wenngleich unter schwierigen Bedingungen.

Fast 2,5 Stunden Musik gibt es hier auf die Ohren. Und ich habe es schon angedeutet. Ich habe an den neuen Stücken im neuen Arrangement keine sonderlich große Freude. Obwohl es eigentlich geht, schmälert es mein Hörvergnügen. Live wäre es mir egal gewesen. Andererseits, wie ebenfalls erwähnt, kann ich das durchaus verstehen. Das gleiche Material hätte einfach nur eine 20th Anniversary Edition bekommen und kein neues Medienspektakel. Insgesamt aber ebenfalls gut genug, dass man es sich zulegen kann. Und als Metallica-Fan vielleicht auch sollte.

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