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(c) Warner - Muse - Simulation Theory

(c) Warner – Muse – Simulation Theory

Das neue Album von Muse hört auf den Namen Simulation Theory und erschien Anfang November 2018 via Warner. Die Simulationstheorie – Simulationshypothese – ist ein Denkmodell des Philosophen Nick Bostrom. Das Modell wurde von Bostrom allerdings Simulationsargument (es gibt beides, es besteht zwischen der Hypothese und dem Argument allerdings mindestens ein Unterschied) genannt und besteht aus drei Alternativen. In Kürze wären das:
1. Die menschliche Zivilisation stirbt aus, bevor sie eine „posthumane“ Stufe erreicht hat.
2. Der Anteil „posthumaner“ Zivilisationen, die daran interessiert sind, Vorgänger-Simulationen zu betreiben, ist nahezu Null.
3. Wir leben wahrscheinlich in einer Computersimulation.

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Wenn 1 zutrifft, erreicht wahrscheinlich keine menschliche Zivilisation auf unserem Stand der technischen Entwicklung eine posthumane Stufe. Trifft 2 zu, enthält die keine Zivilisation Individuen, die ein Interesse daran haben, Simulationen ihrer Vorfahren – sogenannte Vorgängersimulationen – zu betreiben. Wenn 3 zutrifft, leben wir ziemlich sicher in einer Simulation und zwar die allermeisten Menschen. Alle drei Möglichkeiten sind ähnlich wahrscheinlich. (Quelle für meine Ausführungen)

Ein bisschen Mindfuck am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen. Denn dann ist man erst mal heillos verwirrt, irritiert und überlegt, was gerade im eigenen Kopf los ist.

Auffallend ist, dass rechts neben den Gesichtern auf dem Cover chinesische Schriftzeichen sind. Diese bedeuten Trilemma und beschreiben besagte Theorie. Denn eines der drei vorgebrachten Argumente muss war sein. Ansonsten zeigt das Cover, wo es musikalisch hingehen soll: 1980er und 1990er Jahre, Utopie statt Dystopie und auch weg von den totalitären System der letzten Alben. Dennoch ein interessantes Konzept, dass sich die Band ausgesucht hat.

Der Longplayer enthält einige experimentierfreudige Stücke und damit auch eine entsprechend hohe Anzahl an Genres, wo die Einflüsse herkommen (könnten). 80Ties-Einflüsse, hier R&B, Dance und einiges mehr. Immerhin sollte es nicht verwundern, wenn unter anderem Timbaland als Produzent gelistet wird.

Das Werk Simulation Theory ist gut ausgefallen, die Sterne (4) sind als 3,5 zu lesen. 3 waren mir dann doch zu wenig. Die Einflüsse sind interessant und auch darüber wird man reden. Das gewählte Konzept ist ein einziger Mindfuck und somit reiht es sich auch irgendwie in die Vorgängeralben ein, die ebenfalls nicht immer zwingend leichte Kost waren bei der jeweiligen Themenwahl.

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