Paradise Lost – Medusa CD Kritik

Paradise Lost – Medusa

Mit Medusa ist am 1. September 2017 via Nuclear Blast Records das neue Album der Briten Paradise Lost erschienen. Nach dem gefeierten The Plague Within waren die Erwartungen hoch.

Als Gallionsfigur wurde das weibliche Monster gewählt. Bei seinen Recherchen stieß Nick Holmes darauf, seine Gedanken dazu: „Der Versuch nicht in ihre Augen zu blicken, repräsentiert das Verlangen danach, die augenscheinlich deprimierende Realität zu verdrängen, dass das Universum letztendlich bedeutungslos ist.“ Und das spiegelt auch das Album wieder.

Ebenso auch folgendes, was Holmes sagte: „Schon immer gefiel mir der Ausdruck ‚reichster Mann auf dem Friedhof’. Es fasst so akkurat zusammen, was unser Leben eigentlich bedeutet, sobald all unsere materiellen Besitztümer verschwunden sind. Besonders in unserer westlichen Gesellschaft scheint es nur noch darum zu gehen, ständig nutzlose Besitztümer anzuhäufen oder Leute dafür zu beneiden, wie sie vielleicht noch viel mehr von jenen nutzlosen Gegenständen anhäufen. In einem berühmten Film sagt die Mutter von jemandem: ‘Ein Mann braucht nur eine sehr kleine Menge an Reichtum – alles andere ist dann nur Angeberei.‘ Mir gefällt dieser Satz.“

Die bleierne Schwere von Medusa zieht sich durch die ganzen Stücke wie ein roter Faden, den man in den Texten sucht. Gleichzeitig wird dies mit einem Hauch von Melodien kombiniert. Gerade genug um den Ansatz von wippenden Füßen zu merken. Paradise Lost liefern hier mit Medusa ein tolles Werk, was Doom-Elemente mit Death-Anteilen kombinieren kann. Auch das 15. Album ist ein Zeugnis der musikalischen und lyrischen Fähigkeiten der Briten.

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