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Der 1982 geborene Rapper Juse Ju ist in Tokio und Yokohama, beides Japan, aufgewachsen. Mit elf Jahren geht es in eine schwäbische Provinz, danach nach El Paso, Texas, USA. In der Info heißt es: „Dem Rap bleibt er auch über die Studienzeit in München, ein weiteres Jahr in Tokio und seinem Umzug nach Berlin treu.“ Also, wieder einige Reisen, neue, weitere, andere Eindrücke. Kein Wunder also dass der Text auch folgendes schreibt: „Kein deutscher Rapper arbeitet sich so detailreich und emotional an seiner ungewöhnlichen Biographie ab wie Juse Ju. Diesen Weg setzt er auf seinem neuen Album Millennium konsequent fort.“

© Juse Ju - Millennium

© Juse Ju – Millennium

Juse Ju wird als Teil der alternativen Deutschrap-Szene gehandelt. Zu dieser gehören auch Künstler wie Fatoni, Zugezogen Maskulin, die Antilopen Gang oder auch Audio88 & Yassin. Textlich dreht es sich auf Millennium unter anderem um Psychatrie (TNT), toxische Liebe (Claras Verhältnis) und Modeljobs in Japan (Model in Japan featuring Nikita Gorbunov & Mia Juni). Die Texte sind oftmals politisch und autobiografisch. Außerdem scheint seine Liebe zu Japan ebenso häufig durch. Auf vielfältige Weise.

Außerdem schreibt die Info: „Da aber auch Juse weiß, dass autobiographische „Konzeptalben“ auf Länge auch nerven können, gibt’s auch wieder In-Die-Fresse-Rap. Egal ob politisch mit Antifa-Rapper Millidance von Waving the Guns in dem Song Edgelord. Battle und Boasting auf Kranich Kick und MTVs Most Wanted mit Mädness. Oder einfach blinder Hass auf des deutschen Lieblings-Schwanzverlängerung: Das Auto in Ich hasse Autos feat. Panik Panzer & Bonzi Stolle.“

Zum Solo-Album gehört auch ein Kollabo-Longplayer mit Bonzi Stolle. Beide hatten zusammen mal die Band Massig Jiggs, ebenjene wurde hier wiederbelebt. Es nennt sich Popbizenemy und liegt der Vinyl- und CD-Version bei.

Nach mehrmaligem Hören sind speziell zwei Stücke hängengeblieben: Kranich Kick und TNT. Nicht, dass der Rest des Longplayer schlecht wäre, die zwei Stücke heben sich nur besonders hervor. Insgesamt ist ein überdurchschnittlich gutes Werk, überzeugt mich aber nicht auf ganzer Linie. es liegt daher irgendwo zwischen 3 und 3,5 Sterne von 5.

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Oliver Lippert
Oliver Lippert
Schreibe schon seit Mitte der 1990er und habe seit Oktober 2020 zwei Bücher ("Kaleidoskop - Abschnitt 1 -" und "Kaleidoskop - Abschnitt 2 -") veröffentlicht.
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