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Die Münsteraner Band Jungbluth gingen aus Alpinist hervor und spielen Hardcore. Ihr Album Lovecult habe ich mir mal angehört – aus reiner Neugierde – und hier ist mein Fazit dazu. Benannt hat sich die Band nach dem Kommunisten und antifaschistischen Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg Karl Jungbluth

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© Jungbluth - Lovecult

© Jungbluth – Lovecult

Hinter dem Albumtitel Lovecult steckt hingegen ein Konzept. Das Infragestellen der Liebe, wie sie einem heute vorgestellt wird. Defizitär sind diejenigen, die keine/n Partner/In gefunden haben. Sie haben kein Glück in der Liebe und ihnen fehlt auch, aus Sicht der Mehrheit, ein Stück Glück im Leben.

Dieses Konzept, so die Band, erfüllt all die Dinge, die eine Pseudo- und / oder Ersatz-Religion erfüllen muss, um als solche zu gelten. Wir fühlen uns schlecht, wenn wir niemanden gefunden haben. Wir holen uns Hilfe, wenn niemand unsere Nähe möchte, stellen uns selbst in Frage, gelangen in Depressionen, holen uns „professionelle“ Hilfe und tragen Schäden davon. Gleichzeitig scheint uns das alles schwer eins auszuwischen.

Die Band schreibt viel zum Album auf Bandcamp, siehe unten, doch der letzte Absatz ist für all die anderen Themen bestimmt: „This record does not only deal with love, but it is also based around the ongoing capitalization of more and more areas of our everyday life. if we start to pay for our own emotions, if the relations to our own body and to the people around us become an optimized ideal of something we can buy, then can we call this love?“

Die Antwort kann natürlich nur „Nein!“ lauten.

Wer dazu noch Hardcore mit verschiedenen Einflüssen, Melodien und einigem mehr, hören mag, der kann direkt mal zu bandcamp klicken und reinhören, sich – vielleicht – bestätigt fühlen und Hörgenuss intensivieren.

Auf Bandcamp stehen im Übrigen die Texte dabei und man kann das Album vorab streamen, damit mensch nicht die Katze im Sack kauft.

Jungbluth auf Bandcamp

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