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Ephel Duath – Rephormula CD Kritik

Ephel Duath – Rephormula (© Earache Records)

Ephel Duath – Rephormula (© Earache Records)

Im Jahre 2000 erschien mit “Rephormula” das Debüt von der italianischen Band Ephel Duath (benannt nach einer Gebirgskette in “Herr der Ringe” bei Mordor (südwestlich davon)). Sowohl bei Code666 Records (VÖ: 2000) als auch – als Re-Release – bei Elitist Records, einem Sublabel von Earache Records, im Jahr 2002 erschienen. Erst bei der Wiederveröffentlichung wurde aus dem ursprünglichen Titel “Phormula” das Wort “Rephormula”. Außerdem gab es als Ergänzung Bonus-Tracks. Drei stammen vom 1998 erschienenen Demo “Opera” und zwei weitere sind Remixe.

Ephel Duath – Rephormula (© Earache Records)
Ephel Duath – Rephormula (© Earache Records)

Zu der damaligen Zeit bestand die Band aus Giuliano Mogicato und Davide Tiso. Beide spielen hier Gitarre begleitend, dazu gibt es Synthesizer und programmierte Drums. Mogicato war der Hauptkomponist des Longplayers. Die Einflüsse lassen sich am besten mit altem norwegischen Black Metal mit elektronischen Elementen durchgerührt beschreiben. Ohne die zahlreichen Jazz-Einflüsse, die später noch hinzukommen sollten. Das ganze Album ist aber dennoch äußerst brutal und bietet dem Hörer eine ganz eigene Version von Chaos und avantgardistischer Musik an.

In “The Flickering Warmth” kommen die programmierten Drums deutlich durch und verleihen dem Stück einige leichte, seichte technoide Momente. Das darauffolgende “Myriads” hat ein balladeskes Stück. Rührend, melancholisch auf einer Akustik-Gitarre vorgetragen. Nur um dann im Titelsong zu münden, der wieder mit technoiden Ansätze zu Beginn spielt, aber auch Ansätze des Industrials im Verlauf des Tracks zeigt. Alles ohne jemals irgendwelche Qualitäten einzubüßen.

Die Bonus-Tracks sind nicht mein Fall (die Remixe sind gemeint), die Stücke vom Demo zeigen wie Ephel Duath einst klangen und hatten damals schon einen vielversprechenden Klang und eine angenehme Mischung. Die neueren Aufnahmen sagen mir mehr zu. Wer nur neuere Veröffentlichung kennt und Fan davon ist, sollte sich dieses Release auf jeden Fall ebenfalls zulegen. Leute, die unsicher sind, können sich das alles bei Bandcamp anhören (Link unten). Insgesamt bekommt man als Hörer hier einen guten Eindruck der verschiedenen Qualitäten und Einflüsse. Aber gleichzeitig auch Verbesserungsbedarf. Und ich benötige auch noch Luft nach oben für künftige andere Reviews.

Oliver Lippert
Oliver Lippert
Schreibe schon seit Mitte der 1990er und habe seit Oktober 2020 zwei Bücher ("Kaleidoskop - Abschnitt 1 -" und "Kaleidoskop - Abschnitt 2 -") veröffentlicht.