Diablo Swing Orchestra – Pacifisticuffs (© Spinefarm Records)
Diablo Swing Orchestra – Pacifisticuffs CD Kritik
10. Juni 2021
© World And Press Business – English Language For The Global Economy – Ausgabe Februar 2017 Nr. 02 – 6. Jahrgang
World And Press Business – English Language For The Global Economy – Ausgabe Februar 2017 Nr. 02 | 6. Jahrgang Magazin Kritik
18. Juni 2021

Diablo Swing Orchestra – Pandora’s Piñata CD Kritik

Diablo Swing Orchestra – Pandora’s Piñata (© Candlelight Records)

Diablo Swing Orchestra – Pandora’s Piñata (© Candlelight Records)

Das dritte Studioalbum der schwedischen Avantgarde-Metal-Band Diablo Swing Orchestra hört auf den Namen “Pandora’s Piñata” und erschien am 14. Mai 2012 in Europa über Candlelight Records und am 22. Mai 2012 in Nordamerika via Sensory Records. Es ist außerdem das letzte Album mit Sängerin AnnLouice Lögdlund und das einzige mit Petter Karlsson an den Drums. Letztgenannter verließ die Band im selben Jahr nachdem seine Parts aufgenommen wurden. Daniel Hedin (Posaune) und Martin Isaksson (Trompete) sind derweil vollwertige Bandmitglieder geworden. Die Band ist also nun ein Oktett.

Diablo Swing Orchestra – Pandora’s Piñata (© Candlelight Records)
Diablo Swing Orchestra – Pandora’s Piñata (© Candlelight Records)

Nachvollziehbar, wenn jemand diese Band als “schlecht verträglich” für sich selbst einstuft, andere wiederum, mich eingeschlossen, interpretieren das Musizieren dieser Band als Kreativität. Es ist so wunderbar ihnen zuzuhören und sich von der Musik tragen sowie inspirieren zu lassen. Außerdem zaubert – zumindest mir – ebenjener Output ein Lächeln ins Gesicht.

Auf “Pandora’s Piñata” geht es so weiter wie bisher. Klassischer Soprangeesang kombiniert mit Rock/Metal, Swing, Jazz und einigen anderen Elementen (sogar elektronischen). Der Opener “Voodoo Mon Amour” eröffnet mit groovenden Metal im Big-Band-Stil. Den Song “Guerilla Laments” kann man zu Beginn im gleichen Sekundenbereich weniger schnell und gut einordnen, das funktioniert danach aber ähnlich. Samba, mexikanische Einflüsse, Thrash? Kein Ding, hier wirds zusammengeführt als ob es ganz natürlich zusammengehört.

Auf “Black Box Messiah” gibt es einen japanisch-singenden (Kinder?)-Chor zu hören, bei “Mass Rapture” gibt es einen Exkurs in die Einflüsse der Musik aus dem Mittleren Osten. Der Track “Aurora” basiert sehr stark auf Gesang und geleitet uns dann zu “Mass Rapture”. Sehr schick gemacht. Bei “Honey Trap Aftermath” bekam ich meine Dosis Jazz ab.

Alles in allem eine Platte, die, die Hörerschaft zum Haare schütteln animieren kann (speziell “Of Kali Ma Calibre”), die groovt, Schmackes hat, sehr viele Momente mit “pizzazz” und die einem klarmachen, warum man Musik hört, gut findet und sich gerne überraschen lässt. Es sind diese seltenen Momente, die das so wertvoll machen. Absurd gut.

Oliver Lippert
Oliver Lippert
Schreibe schon seit Mitte der 1990er und habe seit Oktober 2020 zwei Bücher ("Kaleidoskop - Abschnitt 1 -" und "Kaleidoskop - Abschnitt 2 -") veröffentlicht.