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Es gibt tatsächlich Reviewer, die rätseln, was Laudare spielen. Das hat mich neugierig gemacht. Denn normalerweise sind Rezensenten, diejenigen, die sehr oft, sehr schnell mit Schubladen hantieren, um es für sich, die Leserschaft, einsortieren zu können. Laudare haben selbst die Tags auf Bandcamp gewählt, die unter dem Album d.é.o.m.é. stehen. Diese sind: Black Metal, Hardcore, Metal, Post-Hardcore, Post-Metal, Post-Rock, Screamo, Violent Poetry. Das fasst es gut zusammen.

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© Laudare - d.é.o.m.é.

© Laudare – d.é.o.m.é.

Laudare haben sich im September 2017 gegründet, schon im Februar 2018 ging es mit Thomas Häußler ins Studio und es entstand dieses Studioalbum. Sieben Songs mit einer Spielzeit von etwas mehr als 34.30 Minuten geht es durchaus klar. Vor allem, wenn bedacht wird, dass die Stücke irgendwo zwischen 1.16 und 6.49 angeordnet sind. Also, größtenteils weitaus über den Durchschnitt, der von Punkrock bekannt ist. Auch das ein Indiz, dass man als Hörer mit neuer einem Genre im Gepäck nicht weit kommt, um Laudare einordnen zu können.

Das sanftanmutenden Stücke und Momenten können – und werden teilweise auch – ins Gegenteil umschlagen, die Hörerschaft mich Brachialität ohrfeigen, in die Knie zwingen. Dennoch fesseln. Keine Frage. Auch die Stimme schwankt zwischen verschiedenen Emotionen hin und her, weiß nicht oder weiß sehr genau, sehr akzentuiert, eingesetzt zu werden. Die Verzweiflung, das Flehen ist greifbar wie der Schmerz, das Verlangen nach Erlösung. Es könnte auch die Abwesenheit von Etwas sein, die, diese Gefühle auslöst. Der Wunsch nach Zuneigung genau so wie das anprangern von dem Schmerz, den wir sehen. Ein empathischer Faktor.

Das Schöne an Kunst ist ja, dass sie interpretierbar ist. Und bei mir ist es sogar egal, ob ich die tatsächliche Bedeutung des Gedichts, des Textes et cetera kenne oder nicht. Ich mag es, das zu wissen, meine Interpretation mit der tatsächlichen zu vergleichen. Laudare haben mit d.é.o.m.é. ein wunderbares Debütalbum veröffentlicht. Bitte mehr davon (P.S. gibt es schon: Kürzlich ist ein neues Release auf Bandcamp veröffentlicht worden…).

d.é.o.m.é. by Laudare

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