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Mit Proud To Be Punk #30 liegt mir mal ein Fanzine vor, das ich vorher nicht kannte. Die letzten Reviews mit Fanzine-Bezug betreffen vorwiegend das Plastic Bomb mit geringem Anteil ist auch das OX!-Fanzine dabei. Die Unterscheidung zu allen genannten Fanzine liegt wohl darin, dass das Proud To Be Punk im DIN A5-Format daher kommt, kopiert zu sein scheint und 80 Seiten Lesestoff bereithält.

© Oliver Lippert – Proud To Be Punk #30

© Oliver Lippert – Proud To Be Punk #30

Interviews und Features gibt es mit folgenden Künstlern und Labels: Frontex, Klostein, hasiok records, Dr. Ulrich Undeutsch, Włochaty, Jarada und Nasty Pack. Mission Lifeline ist als Seenotrettungsorganisation in einem Interview dabei. Außerdem eine Vorstellung von Yoks Autonomografie (auch bekannt unter Quetschenpaua und Musiker bei Tod und Mordschlag) und ein mehrteiliger Bericht über den Holocaust in der Ukraine. Daneben sind noch die üblichen Basic wie Reviews vorhanden sowie einiges andere, was ich hier nicht konkret erwähnte habe.

Statt eines „richtigen“ Vorworts (wie so ein richtiges Vorwort wohl aussieht? Eine Definition gibt es nicht und wenn schon, es ist ein Punk-Fanzine. auf Konventionen wird geschissen und Konformität war nie so das Punk-Ding schlechthin. Im Gegenteil…) gibt es eine Auseinandersetzung mit dem Thema Verfassungsschutz kombiniert mit dem ersten Interview (Dr. Ulrich Undeutsch). Die Band befand sich erst in Bericht des Verfassungsschutzes und hat sich dann eben wieder hinaus geklagt. Schwierig aber auch aufmunternd für alle anderen Künstler. Grob geschildert werden hier Erfahrungen und Vorgehensweise et cetera.

Der Bericht zum Holocaust in der Ukraine spukt immer noch in meinem Kopf rum und ist für jeden halbwegs empathischen Menschen keine leichte aber dafür interessante, wichtige Kost. Vieles davon dürfte nicht zwingend meinen Musikgeschmack treffen, dennoch merkt man beim Lesen das Interesse, den Enthusiasmus für die Szene, eine Beteiligung an ebenjener. Auch die Wichtigkeit von politischen Artikeln wird deutlich, wenn ich mir das so zu Gemüte führe. Auch wenn ich daran interessiert bin, bin ich – glücklicherweise – nicht allwissend.

Mit den Reviews konnte ich nur bedingt etwas anfangen (subjektiver Musikgeschmack, keine Kritik), viel besser, weil ausführlicher, haben mir die Vorstellungen (hasiok records, Włochaty) vor den Reviews gefallen. Ansonsten fand ich die Fanzine-Reviews interessant, passend dazu komme ich gerade wieder auf den Geschmack mir solche öfters durchzulesen. Meine erste Ausgabe des Proud To Be Punk hat mir (sehr) gut gefallen.

Zu kaufen gibt es das Fanzine Proud To Be Punk #30 – ggf. auch noch andere Ausgaben – bei jan.sobe [ät] t-online.de sowie bei einigen Mailordern.

Oliver Lippert
Oliver Lippert
Schreibe schon seit Mitte der 1990er und habe seit Oktober 2020 zwei Bücher ("Kaleidoskop - Abschnitt 1 -" und "Kaleidoskop - Abschnitt 2 -") veröffentlicht.
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