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Nachdem ich auf einem „Lese ich mal wieder Fanzines“-Trip gelandet bin, war ich voller Enthusiasmus und bin es immer noch. Dazu gehört auch Kapeiken Post #9, die vor kurzem eingetroffen aber selbst schon älter ist. Die Ausgabe stammt aus dem Jahr 2017 – genauer gesagt 12/2017 – und kostet 2,- Euro.

© Kapeikenpost #9

© Kapeikenpost #9

Das Cover weckt mein Interesse, ist es mir doch schon sehr viele Jahre bekannt als Teil des Covers vom Slime-Album Yankees Raus! Dazu gibt es auch eine Titelstory namens Bobber Petersen – Ein Gesicht ohne Namen RIP. Wie man unschwer rauslesen kann: Er ist leider gestorben. Die Geschichte dahinter interessant aber auch emotional bewegend.

Weitere Inhalte sind ein ziemlich langes Razors-Interview (14 Seiten in DIN A5!!!), ein Event-Bericht zum Festival und einer Interview mit den VeranstalterInnen Ziegelbergweg e.V. Außerdem stellt Lance hier die NDW-Band Nichts vor. Es hätte dazu noch ein Interview geben sollen. Aber wie das halt so ist. Desweiteren gibt es auch ein Interview mit den Channel Rats.

Etwas außergewöhnlich und daher interessant: Kerresinhio Quartett (auf dem Cover steht Qurtett); ich nehme an ein Vertipper und habe den mal korrigiert. Apropos Fehler. Ja, ich weiß, es ist wichtig, dass es Fanzines überhaupt gibt. Ich finde Fehler aber keine „Nebensache“ und worüber ich leichtfertig hinwegsehen kann. Gegen Vertipper hab ich nichts, darum geht es mir nicht. Viel schlimmer finde ich die: … (im Optimalfall sind es 3 häufig sogar noch mehr (gibt es nicht offiziell; entweder 3 oder normales, geschlossenes Ende mit Punkt oder ähnlichem) am Ende eines gefühlt jeden zweiten oder dritten Satzes. Im ernst? Ein Satz endet mit Punkt, Ausrufezeichen, Fragezeichen oder was sonst dafür bestimmt ist. Diese … sind dafür da, wenn der Schreiber mal etwas offen lassen möchte. Es sollte keine Regel sein. Und zumindest mich nervt es tierisch. Und ja, es ist eine blöde Angewohnheit, irgendwas übermäßig oft zu nutzen. Ich weiß wovon ich spreche, denn genau das gleiche Problem hatte ich auch. Und damit es nicht so unreflektiert daher kommt: Ich habe auch ein Fanzine gehabt. Da waren mehr Fehler drin und auch diese … waren noch da. Klar hat das dann auch etwas von „Mit Steinen schmeißen, wenn man im Glashaus sitzt“ und ich hätte es theoretisch ignorieren können. Aber a) ist mir bewusst, wo ich bin (Glashaus) und b) bin ich nicht gut darin irgendetwas zu ignorieren. Das hat für mich etwas von Demontage der eigenen Grundlage. Das möchte ich nicht.

Die interessantesten Interview waren mit dem Verein und wegen dem Quartett. Die Vorstellung von Nichts sticht auch positiv hervor. Die anderen Interviews sind nicht schlecht, nur Razors ist ziemlich lang und Channel Rats gaben mir nichts. Aufgelockert wird das ganze durch weitere Erlebnisberichte, ein wenig Fußball (St. Pauli), Reviews zu Platten und Fanzines.

Den UK Subs + TV Smith Bericht hätte Lance sich sparen können. Nachher kommt dabei raus: Ätsch, war gar nicht da. Ja, toll. Nicht, dass ich die Band vorwiegend hören würde, aber, wenn man sich vielleicht genau deswegen das Heft kauft, dann ist das ein „Haha, danke für die 2 Euro und hier hast du ein paar Sätze, die sich gar nicht ums Konzert drehen.“

Im Großen und Ganzen in Ordnung. Und ja, grundsätzlich stimme ich dem Lance zu: Cool, dass es Fanzines gibt und wichtig. Aber: was nützen mir diese, wenn der Lesespaß sich schmälert durch unkontrollierte Punktuation. Anyway, viel wichtiger ist allerdings noch: Gute Besserung. Hoffe, dem Lance geht es bald wieder besser und es gibt wieder regelmäßiger Kapeiken Post.

Oliver Lippert
Oliver Lippert
Schreibe schon seit Mitte der 1990er und habe seit Oktober 2020 zwei Bücher ("Kaleidoskop - Abschnitt 1 -" und "Kaleidoskop - Abschnitt 2 -") veröffentlicht.
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