EP Review: Luke Sital-Singh - Nothing Stays The Same - ROCK FANATICS - Webzine

EP Review: Luke Sital-Singh – Nothing Stays The Same

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14. April 2014
Votum – Support Riverside – 16.04.2014 – Colos Saal, Aschaffenburg
18. April 2014

luke-sital-singh-nothing-stays-the-sameBand: Luke Sital-Singh
Titel: Nothing Stays The Same
Label: Parlophone
Genre: Folk
VÖ: 04.04.2014
Spielzeit: 17 Minuten
Wertung: 4/5

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Luke Sital-Singh gehört zu dieser jungen Generation talentierter Musiker, die beweist, dass handgemachte, filigrane Musik wieder Massentauglich ist. Musikalisch ist der Brite wie Kollegen wie Passenger oder Stu Larsen ebenfalls dem Folk zuzurechnen. 2012 überraschte er Presse wie Hörer in seiner Heimat Großbritannien mit seinem Debüt „Fail For You“ (08/2012). In Deutschland ist dagegen nun mit seiner dritten EP „Nothing Stays The Same“ der Anfang gekommen.

Lukes Musik zeichnet sich durch ihre Schlichtheit aus. Er selbst, seine Stimme, seine Gitarre und mehrspurige Aufnahmen – mehr braucht es nicht, um den Hauptanteil seiner Musik zu schaffen. Kleine Rhythmuseffekte sind bewusst und minimalistisch gesetzt und unterstreichen damit lediglich. Seine Stimme ist markant und hat genau die nötige Frische und den Wiedererkennungswert, der nötig ist.

Der Titeltrack „Nothing Stays The Same“ ist beschwingt, fröhlich und es würde nicht verwundern, wenn er bald im Radio rauf und runter liefe. Er zaubert mit sich selbst einen beeindruckenden Chor, der dem Song eine unglaubliche Tiefe verschafft. Dass auch noch Ohrwurmpotential im Spiel ist, ist eigentlich nur noch das i-Tüpfelchen.
„Nearly Morning (Demo)“ ist dagegen eine gefühlvolle Ballade. Melancholisch und zart in der Instrumentierung wird der aufmerksame Hörer im Text allerdings feststellen, wie positive die Nachricht dieses Titels ist. Es ist eine Art Hoffnung in einer schwierigen Lebenssituation zu ziehen und was könnte da besser Kraft geben als Musik?
An „How To Lose Your Life“ beeindruckt vor allem die instrumentale Gewalt, die Luke allein mit Gitarre und Hintergrundchor aufbaut. Gleichzeitig hält er gesanglich stark gegen und verliert sich dabei keine Sekunde. Entsprechend einfach reißt der Song mit.
Für „Tornado Town“ wird musikalisch ein letztes Mal herunter geschaltet. Doch trotz aller Ruhe muss der Hörer auch hier keinen verlorenen Herzschmerz erwarten. Nein, Luke bleibt positiv und schmeichelt sich, unterstützt im Duett mit einer zarten Frauenstimme, ein letztes Mal in das Ohr des Hörers.

Luke Sital-Singh schafft begeisternde Klangwelten, die ganz den Nerv der Zeit treffen. Der Guardian vergleicht ihn mit Josh Ritter und Fleet Foxes, der Vergleich mit Passenger, Ben Iver oder Ben Howard ist ebenso passend. Fans des Genres sollten Luke auf jeden Fall mehr als nur eines Blickes würdigen.

Playlist:

Nothing Stays The Same
Nearly Morning (Demo)
How To Lose Your Life
Tornado Town

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