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Shit is real von Aisha Franz Comic Kritik

Shit is real von Aisha Franz Comic Kritik

Mit Shit is real gibt es von der Autorin und Zeichnerin Aisha Franz ein 288-seitiges Werk in Schwarz-Weiß. 1984 geborene Künstlerin mit kolumbianisch-chilenischer Abstammung zeichnet Episoden aus dem Leben von Protagonistin Selma nach. Laut Info gibt es Action, Sex und Dystopie – und anderes. Erschienen ist das Werk beim Reprodukt Verlag.

© Reprodukt Verlag - Aisha Franz - Shit is real

© Reprodukt Verlag – Aisha Franz – Shit is real

Selmas Freund verlässt sie. Es ist eine Chance für einen Neuanfang, kündigt daher ihre Wohnung, den Job und macht sich auf die Suche nach sich Selbst zwecks Kennenlernen.

Das Unterfangen verläuft allerdings anders als geplant und daher lebt Selma von einen Tag in den nächsten. Außerdem findet sie keinen Platz auf und in der Welt. Ihre Freundin steht hingegen im Leben und entfremdet sich in dieser Zeit von ihr. Die Anschaffung von Waschmaschine erscheint ebenfalls unmöglich. Selma landet unweigerlich – subjektiv? (natürlich nicht weniger unangenehm, schlimm) – in einem Alptraum des Scheiterns.

In dem Interview in der Pressemappe heißt es in der ersten Antwort von Aisha Franz direkt: „Und auf der anderen Seite bin ich auch eher zu faul oder uninteressiert daran, echte Orte oder die Realität als solche abzubilden. In Metaphern zu erzählen, fällt mir viel leichter – dabei kann ich tiefer in das Innenleben meiner Figuren eindringen, sie besser verstehen und verständlich machen. Außerdem versuche ich, die Stärke des Comics voll auszunutzen, nämlich, dass man machen kann, worauf man Lust hat: alles ist möglich. Ist es dann nicht klar, dass man sich lieber in Traumwelten bewegt? Das echte Leben ist doch langweilig!“

Da sind sofort mehrere Aussagen, die ich nur bedingt so unterschreiben würde. Der Autorin fällt es leichter, die Figuren verständlich zu machen. Was aber nicht zwangsläufig heißt, dass die Empfänger das genau so gut hinbekommen, den Enthusiasmus, die Art der Erforschung des Innenlebens gleich gut verstehen. Was „lieber in Traumwelten“ bewegen angeht; kommt sicherlich auch auf die Träume an. Und nein, das „echte Leben“ ist nicht langweilig.

Ich habe leider kaum eine Verbindung herstellen können; außer dass es mir ebenso schwerfällt einen Platz zu finden oder überhaupt vorzustellen, dass ich hier willkommen bin. Für mich sind solche Verbindungen wichtig, essentiell. Es fehlt mir auch ein Sog, der mich mitreißt. Sorry. Mensch kann nicht alles gut finden.

Hier das Comic kaufen(**):
buch7

Oliver Lippert
Oliver Lippert
Schreibe schon seit Mitte der 1990er und habe seit Oktober 2020 zwei Bücher ("Kaleidoskop - Abschnitt 1 -" und "Kaleidoskop - Abschnitt 2 -") veröffentlicht.

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