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Jeremy Perrodeau – Dämmerung Comic Kritik

© Edition Moderne - Jeremy Perrodeau - Dämmerung

© Edition Moderne - Jeremy Perrodeau - Dämmerung

Von Jeremy Perrodeau gibt es den Comic “Dämmerung” im Verlag Edition Moderne. Erschienen ist das 144-seitige, farbige (Neonfarben!) Werk ursprünglich im Französischen. Der Verlag schreibt dazu folgendes, warum ich zitiere für eine simple Inhaltsangabe hat dieses Mal nicht ausschließlich etwas mit Bequemlichkeit zu tun.

„Auf einem Planeten mit einer vom Menschen künstlich erschaffenen Biosphäre gerät die Natur ausser Rand und Band. Das eingeflogene Forscherteam wird mit ungeahnten Kräften konfrontiert. Die Besiedelung des neuen Planeten fordert ihre Opfer.

Krude Pilze wachsen aus den Stämmen der Bäume, rechteckige Tafeln stecken in den Felsen, kristalline Strukturen schiessen aus dem Boden und schliesslich beginnt auch noch die Zeit verrückt zu spielen. Was ist los auf dem experimentellen Planeten, dessen Urbevölkerung einst von den Menschen ausgerottet wurde? Eine Untersuchungsmission hat in der hermetischen neuen Welt mit ebenso merkwürdigen wie gefährlichen Phänomenen zu kämpfen.

Eine packende Sci-Fi-Geschichte, die auch formal und zeichnerisch überzeugt. Ein herausragendes Beispiel der neuen Generation frankobelgischer Graphic Novels.“

© Edition Moderne - Jeremy Perrodeau - Dämmerung
© Edition Moderne – Jeremy Perrodeau – Dämmerung

Tatsächlich ist der Grund für mein simples „Copy & Paste“ auch die Tatsache, dass ich nur wenig verstanden habe außer das, was tatsächlich ausgesprochen wurde. Ich bin entweder lange aus dem Sci-Fi-Denken raus, das Buch ist nicht gut beschrieben beziehungsweise das Gezeichnete wird nicht gut erklärt oder nicht ausführlich genug beschrieben oder es liegt am Rezipienten. Ich weiß, dass es nicht einfach „Außerirdische“ sind. Ich weiß, dass es sich um die ein oder androide Figur handelt, einige Menschen verschollen oder gar verstorben sind. Es gibt eine Verzerrung. Elektromagnetische Felder. Alles wirkt ineinander und das lässt sich von den verschiedenen Lebensformen menschenähnlicher Statur kaum bis gar nicht auf ein Ereignis zurückführen. Und schon ab jetzt finde ich es verwirrend. Aufschlußreicher war die oben zitierte Beschreibung des Inhalts vom Verlag. Die habe ich aber erst danach durchgelesen.

Das alles muss aber nichts Negatives für den Inhalt des Comics, des Graphic Novels, bedeuten. Es ist gut gezeichnet, die Geschichte interessant. Vielleicht habe ich auch alles verstanden und denke zu negativ über meine Wahrnehmung. Was nicht untypisch für mich wäre und eventuell an diversen Diagnosen liegen könnte. Wer weiß. Es macht Spaß, mal etwas anderes zu lesen. Trotzdem macht der Inhalt betroffen, weil man die Herangehensweise schon jetzt aktuell auf der Erde wahrnehmen kann.

Vorm Besiedeln alles Leben, was gefährlich werden könnte töten, unterwerfen oder zumindest unter Kontrolle bringen. Dinge tun, sich dann über die Auswirkungen wundern. Keine neuen Dinge, die es über die Menschheit zu sagen gibt. Passiert immer noch.

Jeremy Perrodeau
«Dämmerung»
ISBN 978-3-03731-197-4
144 Seiten, farbig (Neonfarben)
22 × 30 cm, Hardcover
aus dem Französischen von Christoph Schuler

Oliver Lippert
Oliver Lippert
Schreibe schon seit Mitte der 1990er und habe seit Oktober 2020 zwei Bücher ("Kaleidoskop - Abschnitt 1 -" und "Kaleidoskop - Abschnitt 2 -") veröffentlicht.