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Hitler von Shigeru Mizuki Comic Kritik

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Hitler ist ein Manga von Shigeru Mizuki, der von Jens Ossa aus dem Japanische übersetzt wurde. Erschienen ist das 288-seitige schwarzweiß gehaltene Werk beim Reprodukt Verlag.

Sein Traum als Kunstmaler platzte und so verlor der zum Größenwahn neigende junge Hitler jeglichen Willen zu arbeiten. Er lebt in Wiener Obdachlosenunterkünften und liest sich im Selbststudium seine Weltanschauung an.

© Reprodukt Verlag - Shigeru Mizuki - Hitler

© Reprodukt Verlag – Shigeru Mizuki – Hitler

Daraus entsteht das bekannt krude Potpourri. Weiter heißt es: „Kaum zehn Jahre später ist der soziopathische Postkartenmaler Führer der NSDAP, weitere zehn Jahre später deutscher Reichskanzler. Der Rest ist grausame Geschichte.

Was für ein Mensch war Adolf Hitler? Diese Frage stellte sich Shigeru Mizuki bereits zu einer Zeit, da Hitler noch nicht Gegenstand zahlloser Biografien war. Er zeichnet Hitlers Werdegang bis zu seinem Selbstmord 1945 nach und behält dabei stets eine Frage im Blick: Wer war der Mensch hinter dem Monster?

Mit einem Vorwort von Jens Balzer.“

Geboren wurde Shigeru Mizuki am 8. März 1922 in Sakaiminato, Präfektur Tottori und verstarb am 30. November 2015 in Tokio. Mir ist der Künstler unbekannt und habe mich dennoch an ein Format herangewagt, womit ich es nicht unbedingt habe. Aber: wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und meine Neugierde war schon zu weit fortgeschritten. Wie das Leben Hitlers wohl aus Sicht eines Japaners aussah? Wie das in einem Manga umgesetzt wurde?

Überraschenderweise hält sich zum Großteil am Leben Hitlers. Nicht an seinen Taten beziehungsweise dessen traurig, erschütternden und schrecklichen Ergebnissen in Form von Massenmord. Das wird zwar erwähnt aber nur sehr wenige Seiten lang. Viel mehr sehen wir eine Art Metamorphose – nur keine schöne. Von einem jungen, zuversichtlichen Mann hin zu dem, der er letzten Endes geworden ist.

Das Buch beinhaltet eine schreckliche Geschichte, die gut im Manga-Stil umgesetzt wurde. In reiner Textform hätte ich wahrscheinlich gar keine Lust gehabt eine Biografie zu lesen. So ging es und ich bereue es nicht. Ich halte die Geschichte für gut lesbar und hervorragend gezeichnet. Die zusätzlichen textlichen Angaben bringen eine gute Ergänzung zum eigentlich Hauptwerk.

Oliver Lippert
Oliver Lippert
Schreibe schon seit Mitte der 1990er und habe seit Oktober 2020 zwei Bücher ("Kaleidoskop - Abschnitt 1 -" und "Kaleidoskop - Abschnitt 2 -") veröffentlicht.

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