CD Review: Unzucht – Venus Luzifer

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UnzuchtCover_VenusLuzifer_1500x1500Band: Unzucht
Titel: Venus Luzifer
Label: NoCut
Genre: Gothic Rock
VÖ: 14.11.2014
Spielzeit: 54 Minuten
Wertung: 3/5

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Nur knapp ein Jahr nach dem Erscheinen des letzten Albums „Rosenkreuzer“ (10/2013), sind die Jungs von der Unzucht schon mit der nächsten LP zurück. Passend dazu gibt es auch schon eine neue Singleauskopplung inklusive Video zu „Unendlich“ vom neuen Album „Venus Luzifer“. Damit legt die Unzucht ein unheimlich rasantes Tempo vor, was man auf der Platte auch hören kann.

Zunächst beeindruckt das Album „Venus Luzifer“ mit der auffälligen Optik des Covers. Eine mystisch wirkende Frau, die mit weißem Kleid und wehenden Haaren auf einer Klippe steht. Das Kleid sowie das Gesicht der Dame sind Blutbefleckt. So wird der Bezug zum Titel des Albums schnell klar und der Hörer erwartet einen Longplayer mit harten, bösen und mysteriösen Songs.

Der erste Titel klingt zunächst wie eine Art Intro, verwandelt sich jedoch schnell in einen vollwertigen Song. Ein rockiges Lied in dem zu Beginn und am Ende der Refrain wie ein Gebet wiederholt wird. Insgesamt ist Venus Luzifer ruhiger als die älteren Unzucht Platten. Beispiele hierfür sind „Ikaria“, „Schweigen“ und „Mein Grab“. Die zwar von einer rockigen Gitarre begleiteten Lieder haben doch eher ein langsames Tempo und wirken gerade in den Strophen ruhig.

Deutlich erkennt man aber auch die Ähnlichkeit vieler Songs auf dem neuen Album zum Vorgänger „Rosenkreuzer“. Die elektronischen Samples und Backtracks klingen teilweise fast genauso, wie die auf dem vergangenen Album, was die „Venus Luzifer“ wenig abwechslungsreich klingen lässt. Ganz deutliche Ähnlichkeiten weist z.B. „Denkmal Fällt“ auf. Hier gibt es einige von Daniel „De Clercque“ gesungene Parts, die gefiltert sind wie die auf dem Album zuvor. Auch das „Geschrei“ von ihm erinnert an ältere Songs wie z.B bei „Rosenkreuzer“. Der Eine wird es wohl als Stil und roten Faden bezeichnen, der Andere ist enttäuscht von wenig Innovation der Songs auf dem neuen Album.

Zusammengefasst ist „Venus Luzifer“ ein Album, das reifer und gediegener klingt als die älteren Werke von Unzucht, dennoch aber den unvergleichlichen Sound der Jungs fortführt. Mit ein wenig mehr Zeit, wäre das Album möglicherweise abwechslungsreicher geworden. Dennoch wird kein Fan der Unzucht enttäuscht sein, weil sie ihrem Sound treu bleiben und vor allem Sänger Daniel „Der Schulz“ Schulz mit tiefgründigen Texten überzeugt.

Playlist :

01. Wir sind das Feuer
02. Seelenblind
03. Denkmal fällt
04. Ikaria
05. Nimm mich mit
06. Unendlich
07. Neugeboren
08. Schweigen
09. Leidbild
10. Krieg
11. Mein Grab

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