CD Review: Taylor Swift – 1989

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Taylor_Swift_-_1989Band: Taylor Swift
Titel: 1989
Label: Universal Music
Genre: Pop / Synthiepop
VÖ: 27.10.2014
Spielzeit: 49 Minuten
Wertung: 4,5/5

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Taylor Swift wagt sich mit „1989“ in neue Gefilde. Die Sängerin, die als Country-Pop-Sternchen berühmt geworden ist, hat mit ihrem neuen Album erstmals eine reine Pop-Platte produziert. Dafür ließ sie sich vom Pop ihres Geburtsjahrs 1989 inspirieren. Zusätzlich fand sie in Produzent und Songwriter Max Martin starke Unterstützung. Mit Shellback ist außerdem ein vertrautes Gesicht im Boot. Damit ist die Hitgarantie eigentlich schon sicher. Swift überlässt im Gegensatz zu vielen ihrer Kolleginnen aber den Erfolgsproduzenten nicht allein das Spielfeld, sondern schreibt und produziert selbst komplett mit.

Vom Bild der zierlichen Blondine mit ihrer Gitarre müssen sich die Fans für „1989“ erstmal verabschieden. Und trotzdem tragen alle Songs deutlich ihre Handschrift. Dabei schafft sie mühelos, woran so viele Kolleginnen scheitern: Leichten, Ohrwurm-verdächtigen Synthipop zu schaffen, der nicht nur mit frischen Beats, sondern auch starken Texten glänzt.

Wie Fans es von Taylor Swift gewohnt sind, verarbeitet sie ihre Emotionen in den Texten. Liebe ist dabei ein großes Thema ohne je abgedroschen zu wirken. Das klang schon mit Countryvibe gut, erreicht mit Beats und kunstvollen Klangteppichen aber noch ein ganz neues Niveau. Sie schafft es immer noch ihre Gesangslinien im Vordergrund stehen zu lassen und damit schlichte Ohrwürmer zu stricken. Gleichzeitig sind vor allem die schnelleren Titel auch noch tanzbar und sorgen für gute Laune.

Da ist zum Beispiel die erste Singleauskopplung „Shake It Off“, die längst die Radiostationen im Sturm erobert hat. Und auch der Opener „Welcome To New York“ hat den Hörer allein durch seine Instrumentierung schnell gewonnen. „Bad Blood“ überzeugt schon im Intro mit Taylor selbst im Chor. Die Mischung aus Melodielinien und Rhythmus stimmt einfach. Die stärkste Ballade des Albums ist „Clean“. Taylors Gesang geht dabei einfach unter die Haut und wird durch die Beats und den Chor nur akzentuiert. Ähnlich ist es mit „This Love“. Dabei ist es aber vor allem der Effekt auf der Stimme, der die Akzente setzt und die leisen Akustikgitarren-Anspielungen, die Aufmerksamkeit erregen.

Taylor Swift zeigt mit „1989“ ihre musikalische Wandelbarkeit. Ihr steht Pop ebenso gut wie Country-Pop. Außerdem beweist sie damit, dass Synthiepop nicht abgedroschen klingen muss, sondern auch inspiriert von den späten 80ern frisch ins Jahr 2014 geholt werden kann. Chapeau!

Playlist:

Welcome To New York
Blank Space
Style
Out Of The Woods
All You Had To Do Was Stay
Shake It Off
I Wish You Would
Bad Blood
Wildest Dreams
How You Get The Girl
This Love
I Know Places
Clean

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