CD Review: Tarja – Colours In The Dark

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TarjaBand: Tarja Turunen
Titel: Colours in the Dark (Special Edition)
Label: Earmusic / edel
Genre: Symphonischer Metal / Rock / Crossgenre
VÖ: 30.08.2013
Spielzeit: 61 Minuten (plus 6:10 Bonus-Song als Download)
Wertung: 3/5
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Tarja Turunen legt mit „Colours in the Dark“ ihr viertes Album vor. Nach dem einige Jahre zurück liegenden Nightwish-Drama hat sie ihre Solo-Karriere gefestigt und einen eigenen Stil gefunden. Und auch ihre (ebenfalls bereits entlassene) Nachfolgerin bei der finnischen Band lobt ihr neues Werk im Internet. Zehn teilweise über sieben Minuten lange Titel füllen die Platte. Zu der Deluxe Version gibt es als Beigabe noch einen Download-Code für einen Bonus-Song ego shooter for pc for free. Die Special Edition des Longplayers kommt in einem transparenten Kunststoffeinschub als Digibook daher. Das Booklet ist mit Fotos von Tarja gefüllt, mit Farben im Gesicht, die auf das indische Holi-Frühlingsfest anspielen. Insbesondere das Titelbild greift das Thema direkt auf, es zeigt Tarja inmitten sitzender Menschen, die mit Farben besprenkelt sind. Derzeit rollt eine Welle von Holi-Farbfesten durch die Welt, möglicherweise war das die Inspiration für Artwork und Thema.

Damit sind wir beim musikalischen Gehalt angelangt. Im gesamten Album klingen musikalische Zitate aus aller Welt und aus diversen Epochen an. „Victim of Ritual“, Opener und erste Singleauskopplung, beginnt mit einem Bolero und Tarjas gewohnt kristallklarem Gesang bevor es nach einem Break gitarrenlastig wird ttt herunterladen. Der Refrain wartet mit heftig gerolltem „r“ und hohen Gesangsmelodien auf. Alles in allem ein durchaus solider Einstieg, allerdings deutet sich bereits nach dem ersten Stück an, dass die Scheibe polarisiert und nicht jedem gefallen wird. Als nächstes folgt „500 Letters“, in dem es laut Tarja um Stalking geht. Das Lied ist mit seinen Gitarren und der Melodie des Refrains ein Ohrwurm und setzt sich im Gedächtnis fest. Es käme aber auch ohne Synthesizer aus, dann würde das kurze Gitarrensolo noch besser zur Geltung kommen. Das folgende „Lucid Dreamer“ ist episch und bombastisch womit kann ich musik von youtube downloaden. Auf den gesamten siebeneinhalb Minuten wird der Titel weder langweilig, noch wirkt er zu lang. Einzig die teilweise recht groben Schnitzer im Englisch des Texts stören beim genauen Zuhören. Die Gesangsmelodien aber sind großartig und harmonieren mit dem orchestralen Charakter des Lieds. Der Mittelteil ist originell und erinnert im besten Sinne an die Musik eines verstörenden Films.

Der folgende Song, „Never Enough“ wurde bereits vorab in einem Video vorgestellt. Als ehrlicher Rocker schiebt der Song ordentlich voran. Die Gitarren wirken mächtig und der Bass bildet ein rockig grummelndes Fundament itunes songs. Das Ende müsste allerdings nicht unbedingt in Synthesizern ertrinken. Es schließt sich „Mystic Voyage“ an. Mit einem ruhigen und getragenen Piano beginnt das Lied und bildet einen unmittelbaren Gegenpol zum lauten „Never Enough“. Vorgetragen in vier Sprachen wirkt die Ballade allerdings etwas unentschlossen. Die unterschiedlichen Sprachen machen einen gewissen Reiz aus, allerdings hätte das Lied nicht auf über sieben Minuten gestreckt werden müssen. Es gibt dennoch einige musikalische Schnörkel zu entdecken, die sich nicht beim ersten Hören erschließen – mitunter hilft dabei auch der Griff zum Equalizer benjamin blümchen film kostenlos. Gesangstechnisch brilliert Tarja in „Mystique Voyage“ und schraubt ihre Stimme in unglaubliche Höhen. Das folgende „Darkness“ ist ein Peter Gabriel Song und wurde von für „Colours in the Dark“ gecovert. Die Komposition ist herausragend und die originale Version ist ein absoluter Hinhörer. Umso mehr erfreut, dass Tarja die Atmosphäre und den musikalischen Gehalt des Liedes aufgenommen und in ihren eigenen Stil übersetzt hat. Ein rundum gelungenes musikalisches Zitat!

„Deliverance“ schließt sich nahtlos an, zuerst getragen und mit gestrichenem Cello, bis es sich zu einem vollen orchestralen Arrangement aufbaut yandex browser. Wenn das auf den Vierteln stur pumpende Piano und der Gesang einsetzen ist allerdings die aufgebaute Spannung erst einmal raus. Aus diesem Loch geht es wieder in ein orchestrales Arrangement, aber letzten Endes wandert der Song musikalisch unentschlossen von den Lautsprechern in das Ohr des Hörers. Auch die Drums, genauer die unvorhersagbar ein- und wieder aussetzenden Hi-Hat Parts, irritieren ein wenig.

Mit „Neverlight“ gibt es direkt im Anschluss erst einmal etwas auf die Ohren. Die Gitarren klingen heftig und modern, die Riffs bohren sich direkt ins Ohr! Mehr davon! Leider zündet der Gesang nicht so ganz. Die gedoppelten Melodien klingen merkwürdig gebremst und irgendwie stört die unsaubere Englisch-Aussprache mehr, als dass sie charmant wirkt herunterladen. Aber alleine für die Riffs gibt es ein dickes Lob. Ohne Synthesizer käme der Song, nur von Bass, Drums und Gitarre getragen, sicher noch druckvoller daher.
Mit „Until Silence“ folgt abermals ein Ruhepol. Die Ballade beginnt getragen, steigert sich in ein opulentes Arrangement und ist dominiert von elektronischen Elementen, die viel Raum für Tarjas große Stimme lassen. Aber irgendwie hat man das alles doch schon mal von ihr gehört.
„Medusa“ beschließt das Album. Mit indisch-orientalisch angehauchten Elementen geht es los music from youtube. Die Stimme Tarjas wird im folgenden hart von links nach rechts „gepannt“. Justin Furstenfeld als Duettpartner steuert keine wirklich aufregenden Momente bei und so bleibt der längste Song des Albums nicht nachhaltig in Erinnerung. Der Bonussong „Into the Sun“ ist eine weitere getragene Ballade und ebenfalls nicht besonders aufregend.

„Colours in the Dark“ spart nicht an üppigen Arrangements und kommt teils wuchtig und orchestral, teils rockig, teils getragen nachdenklich daher. Es steht in Tarjas eigenem Stil, auch wenn sie sich mutig und offen für Neues zeigt. Es gibt viele musikalische Schnörkel und kleine Details zu entdecken herunterladen. Leider sind Mix und Mastering nicht als sonderlich gelungen zu bezeichnen. Man muss schon ein wenig am EQ drehen, um mehr heraus zu kitzeln. Auch hätte insgesamt weniger Kompression gut getan.
Die Besetzung ist hervorragend, die Musiker um Tarja geben alles. Gerade die Gitarren sind definitiv ein Hinhörer. Die Stimme der finnischen Sängerin ist einzigartig und erreicht scheinbar mühelos selbst große Höhen. Leider übertreibt Tarja es manchmal etwas mit der technischen Perfektion. Weniger rollende „r“s und weniger Vibrato – dafür aber etwas bessere Texte – wären manchmal angenehm download skyp. Letzten Endes bietet das Album viel, erreicht aber nicht die ganz großen Höhen auf die es zielt. Es wirkt, als bliebe es auf halbem Wege stecken. Manchem wird es sicherlich ans Herz wachsen, einige werden es direkt mögen, aber mancher bleibt auch ein wenig ratlos zurück.

Playlist:

1: Victim of Ritual
2: 500 Letters
3: Lucid Dreamer
4: Never Enough
5: Mystique Voyage
6: Darkness
7: Deliverance
8: Neverlight
9: Until Silence
10: Medusa
Bonus: Into the Sun

Dennis Sahl für Rock Fanatics

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