CD Review: Take That – III

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Take That - IIIBand: Take That
Titel: III
Label: Polydor / Universal
Genre: Pop / Dancepop
VÖ: 28.11.2014
Spielzeit: 45 Minuten
Wertung: 2,5/5

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Sie sind die Stimme einer Generation. Millionen von Teenie-Herzen schlugen in den 90er Jahren nur für sie und ihre Trennung 1996 stürzte ihre Fans in die absolute Verzweiflung. Seit 2005 sind Gary Barlow, Howard Donald, Mark Owen und Jason Orange wieder da, 2010 kehrte Robbie Williams als Fünfter im Bunde für zwei Jahre zurück. Jetzt 2014 ist jedoch wieder alles anders. Robbie gab seiner Solo-Tournee und der Geburt seines zweiten Kindes den Vorzug. Und auch Jasons Zukunft war ungewiss. So zogen Gary, Howard und Mark zunächst allein ins Studio, ließen aber noch Platz für die Parts von Jason. Als dieser dann am 24. September seinen endgültigen Austritt aus der Band verkündet, gehen die verbliebenden Drei ein zweites Mal ins Studio, um das neue Studiowerk zu vervollständigen.

Die so entstandene Energie bringt die Band musikalisch auf ein ganz neues Level. In einem starken Produzententrio fanden sie die Unterstützung, die ihnen half sich neu zu entwickeln. Greg Kerstin (Lana Del Rey, Lykke Li, Katy Perry), John Shanks (Sheryl Crow, Michelle Branch, Miley Cyrus) und Jeff Lynne (Paul McCartney, Tom Petty) sind nicht nur mitverantwortlich für starke Hits der Popwelt, sondern bringen auch ihren ganz eigenen Sound mit ins Spiel.

Das macht „III“ aber auch zeitgleich zu einem etwas zwiespältigen Album. Da sind zum einen Titel wie „These Days“, die Leadsingle des Albums, oder „Lovelife“ die ganz stark mit modernen Beats spielen. Das gibt Take That eine ganz neue Seite, was nicht zwingend schlecht ist. Wer allerdings die „V“ von Maroon 5 kennt, wird aufhorchen und sich fragen, ob er die richtige Platte erwischt hat.

Dagegen schlagen Titel wie „Portrait“, „Freeze“ oder „Give You My Love“ wieder eine Brücke zu den großen Popsongs, die der Hörer von den Briten gewohnt ist. Die Beats tragen den Song ohne ihn zu dominieren, die Harmonien stehen im Vordergrund und die Melodie geht sofort ins Ohr. Ja, dafür haben wir Take That doch schließlich schon damals geliebt, oder nicht?

Einen Mittelweg finden sie zum Beispiel mit Stücken wie „Higher Than Higher“. Der moderne Charakter ist dabei nicht zu verleugnen und doch liegt in dem Stück genau der Charme altbewahrter Popmusik.

„III“ verlässt den Hörer sehr zwiespältig. Der neue Sound steht den drei Jungs durchaus gut, keine Frage. Und zeitgemäß ist es auch. Aber hier und da hätte ihnen eine Prise mehr Eigencharakter gut getan. Glatt gebügelt ist eben nicht immer das Optimum. Es war mit Sicherheit nicht einfach, die Fußstapfen zu füllen, die sie in voller Besetzung mit „Progress“ (11/2010) hinterlassen hatten. Auf vielen Ebenen ist es Take That gelungen, sich einmal mehr weiter zu entwickeln. Und das macht „III“ schon zu einem Erfolg.

Playlist:

These Days
Let In The Sun
If You Want It
Lovelife
Portrait
Higher Than Higher
I Like It
Give You My Love
Freeze
Into The Wild
Flaws
Get Ready For It

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