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Robbie-Williams-Swings-Both-Ways-CoverBand: Robbie Williams
Titel: Swing Both Ways
Label: Island / Universal
Genre: Swing
VÖ: 15.11.2013
Spielzeit: 45 Minuten
Wertung: 3,5/5

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Die Welt swingt wieder! Ganz in der Tradition seines ersten Swing-Albums „Swing When You’re Winning“ (11/2001) legt Pop-Ikone Robbie Williams nun „Swing Both Ways“ vor. Dabei setzt er auf bewährte Zutaten des Erfolgsrezepts des Vorgängers: Eine Mischung aus Covern und Eigenkompositionen, die Zusammenarbeit mit Guy Chambers und starke Duette.

Neuerung ist tatsächlich, dass über die Hälfte der Titel aus der Feder von Chambers und Williams stammen. Damit entsteht eine durchaus ausgewogene Mischung aus Bekanntem und Neuem. Leider muss man dazu auch sagen, dass – abgesehen von der ersten Single „Go Gentle“ – die Ohrwürmer weitestgehend ausbleiben. Natürlich ist „Supreme“ auch in der Swing Version nett, doch der richtige Knaller bleibt aus. Zumindest ein Schmunzeln entlockt das Duett „Swing Both Ways“ immerhin, an dem Rufus Wainwright auch als Songschreiber beteiligt war.

Die ausgewählten Coverversionen sind etwas berechenbar ausgewählt und auch die besondere eigene Note sucht man manchmal vergeblich. Aufgewertet wird das Ganze etwas durch die Duette mit Olly Murs, Lily Allen, Michael Buble und Kelly Clarkson, doch so wirklich lässt sich der Kahn nicht aus der Durchschnittlichkeit ziehen.

Mit Genre-Cover-Alben ist es meist wie mit Weihnachtscds. Das Rad neu zu erfinden ist schwer bis unmöglich. Zu viele haben die Titel schon gecovert und die Radiosender haben sie schon so oft gespielt, dass sie nicht mehr aus dem Ohr zu kriegen sind. Hinzu kommt, dass man gerade von einem erfolgreichen Künstler wie Robbie Williams erwartet, dass er den nächsten Knaller auf den Tisch knallt. All das kombiniert setzt die Erwartungshaltung unglaublich hoch und eben diese wird mit „Swing Both Ways“ einfach nicht erfüllt.

Man sollte das als Leser nun nicht falsch verstehen und dem Silberling trotzdem eine Chance geben. Musikalisch dient er durchaus zur Untermalung eines gemütlichen Abends und ist dabei weit angenehmer als viele andere Kandidaten. Es ist ein durchaus gutes Album, das seine Aufmerksamkeit verdient hat. Von den Füßen reißt es eben nur leider nicht.

Playlist:
1. Shine My Shoes
2. Go Gentle
3. I Wan’na Be Like You feat. Olly Murs
4. Swing Supreme
5. Swing Both Ways feat. Rufus Wainwright
6. Dream a Little Dream feat. Lily Allen
7. Soda Pop feat. Michael Buble
8. Snowblind
9. Puttin‘ On The Ritz
10. Little Green Apples feat. Kelly Clarkson
11. Minnie The Moocher
12. If I Only Had a Brain
13. No One Likes A Fat Pop Star

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