CD Review: Rhonda – Raw Love

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Rhonda Raw LoveBand: Rhonda
Titel: Raw Love
Label: PIAS
Genre: Soul
VÖ: 25.07.2014
Spielzeit: 37 Minuten
Wertung: 3/5

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Nach der ersten Singleauskopplung „Camera“ startet Rhonda nun mit ihrem Debüt „Raw Love“ durch. Die Formation aus Norddeutschland entstand nach der Trennung ihrer vorherigen Band Trashmonkeys. Sie trennten sich von Sänger Wolfinger, verteilten für Rhonda die Rollen neu und gewannen einen neuen Bassisten. So besteht Rhonda heute aus Milo Milone (Gesang), Ben Schadow (Gitarre), Offer Stock (Orgel), Jan Fabricius (Bass) und Gunnar Riedel (Schlagzeug).

Musikalisch beschreiben sie sich selbst als „eine Mischung aus Amy Winehouse, Adele, Duffy, Dusty Springfield, The Ronettes und Detroit Cobras mit Melodien, die zum Tanzen einladen“. Diese Selbsteinschätzung der Künstler bringt es erstaunlich prägnant auf den Punkt. Das liegt vor allem an der Klangfarbe der Stimme von Milo Milone. Sie klingt wie eine junge Mischung aus Amy Winehouse und Duffy: rauchig, frech, mit genau dem nötigen Vibrato und der Einzigartigkeit um sich trotz des Vergleichs mit so großen Namen aus der Masse abzuheben.

Der Sound von Rhonda ist alt und frisch zugleich. Irgendwie erinnern sie an den Soul der 60er Jahre und versprühen doch gleichzeitig eine frische Brise, die der gegenwärtige Soul braucht. Die elf Tracks wurden im Studio Nord Bremen unter Produktion von Gregor Hennig (Terry Hoax, Phillip Boa & The Voodooclub) eingespielt.

Jeder der elf Tracks brilliert in sich mit starken Ansätzen. Instrumente und Gesang interagieren perfekt und erzählen dabei fröhlich, leicht und unbeschwert ihre Geschichten. Immer wieder finden sich geschickt gesetzte Akzente durch Orgel, Gitarre oder Bass, die aufhorchen lassen. Das Potential, das in den Liedern von Rhonda steckt, ist hörbar.

Und doch ist es immer wieder dieser letzte kleine Kick, auf den der Hörer vergeblich wartet. Dieser letzte kleine Twist, durch den sich ein Ohrwurm endgültig festsetzt. Dieser kleine Schritt, den sie noch hätten weiter gehen können um aus einem starken ein herausragendes Debüt zu machen. Das Potential ist da!

Playlist:
Terrible Lie
Camera
Sound Of Soda
Take It Back
My Thing
Bruno
Here We Go Again
That’s How I Roll
Come With Me
Here Lies
I Need No Help

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