CD Review: Lindsey Stirling – Shatter Me

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A003 LinStirling_REG cd book_PRINTERS.inddBand: Lindsey Stirling
Titel: Shatter Me
Label: Universal / We Love Music
Genre: Klassik-Crossover
VÖ: 02.05.2014
Spielzeit: 37 Minuten
Wertung: 3,5/5

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Lindsey Stirling gehört zu den Youtube-Wundern unserer Zeit. Über ihren Kanal dort erspielte sie sich bereits Millionen von Klicks. 2010 trat sie außerdem bei der Castingshow „America’s Got Talent“ auf, wo sie im Viertelfinale ausschied. Bekanntheit erspielte sie sich nicht nur durch ihre Cover-Versionen großer Hits, sondern auch mit Kollaborationen mit befreundeten Youtubern. Tyler Ward und Pentatonix und The Piano Guys sind dabei wahrscheinlich die bekanntesten Namen, aber auch Megan Nicole und Peter Hollens sollten nicht vergessen werden. Sie ist bekannt für ihre einzigartige Mischung aus dem Spiel der klassischen Violine, Tanz und Elektroelementen.

Genau das darf der Hörer auch auf „Shatter Me“ erwarten. Ihr beeindruckendes Geigenspiel verwebt sich mit frischen elektronischen Klängen und schafft damit Tanzbarkeit und Gefühl zugleich. Die Titel selbst sind zumeist komplett instrumental gehalten und schaffen es trotzdem die nötigen Emotionen zu vermitteln ohne dass Text oder Gesang nötig sind. Der Detailreichtum dabei ist begeisternd und sorgt dafür, dass der Hörer nicht so schnell von den Tracks gelangweilt sein kann weil es genug zu entdecken gibt.

Der Longplayer erzählt eine sehr persönliche Geschichte der Entwicklung der Künstlerin. Es geht darum auszubrechen um sich weiter zu entwickeln. Passend dazu verkörpert sie im Video des Titeltracks eine Ballerina, die es schafft durch ihre eigene Kraft aus den Zwängen auszubrechen. Lindsey selbst betitelt das Album als progressiver als seinen Vorgänger, was durchaus zutrifft. Ihre Entwicklung ist ein deutlicher Prozess, den der interessierte Hörer gut und einfach durch das Internet verfolgen kann.

Die Kollaborationen mit Lzzy Hale und Dia Frampton sind ebenfalls frisch und neu. Sie sind ein Schritt heraus aus dem Wohlfühlbereich, den die Künstlerin gemeinsam mit ihren Freunden durch das gemeinsame musizieren geschaffen hat. Gleichzeitig geben sie ihr auch neue Facetten und auch neue Ecken und Kanten, die in der Weiterentwicklung so wichtig sind.

„Shatter Me“ ist ein gelungener zweiter Longplayer einer einzigartigen Künstlerin. Die Tatsache, dass die Tracks allesamt ihrer Feder entstammen, hebt sie von Kollegen, die ähnliche Pfade beschreiten, ab. Nichts desto trotz ist Stirling mehr eine visuelle Künstlerin, die sich mit durch ihre Performance auszeichnet. Das kann ein Album natürlich leider nicht bieten. Trotzdem muss ihre Entwicklung honoriert werden. Luft nach oben ist da auf jeden Fall noch und deshalb dürfen sich Fans nicht zuletzt auf ihre Tour im Herbst freuen.

Playlist:

Beyond the Veil
Mirror Haus
V-Pop
Shatter Me feat. Lzzy Hale
Heist
Roundtable Rival
Night Vision
Take Flight
Ascendance
We Are Giants feat. Dia Frampton
Swag
Master of Tides

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