CD Review: Eminem – The Marshall Mathers LP 2

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EminemBand: Eminem
Titel: The Marshall Mathers LP 2
Label: Interscope / Universal
Genre: Rap / Hip Hop
VÖ: 05.11.2013
Spielzeit: 102 Minuten
Wertung: 5/5

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Eminem ist ein Phänomen für sich. Über 115 Millionen Platten weltweit verkauft, seine Nebenprojekte eingerechnet 10 Nummer 1 Alben in den Billboard Charts und 13 Grammys sind nur einige Zahlen, die seinen Erfolg belegen. Gleichzeitig ist er einer dieser Künstler, die man liebt oder hasst, mit deren Direktheit man umgehen kann oder nicht.

Nun liegt sein achtes Studioalbum „The Marshall Mathers LP 2“ auf den Ladentischen, das man begleitet von umfassender Plakatwerbekampagne kaum ignorieren kann. Der Titel verrät schon, dass der Longplayer eine Fortsetzung der „The Marshall Mathers LP“ (05/2000) ist, was sich auch im Albencover widerspiegelt.

Die Produktion des Albums übernahm Eminem hauptsächlich selbst. Unterstützung fand er in den Produzenten Rick Rubin (Slipknot, Slayer, Jay-Z, Sheryl Crow, System of a Down, Kayne West), Luis Resto (2Pac, Jay-Z, 50 Cent), Emile Haynie (Lil Wayne, Emeli Sandé, P!nk, Bruno Mars, fun.) und Alex da Kid (Nicki Minaj, B.o.B., Imagine Dragons). Mit den meisten von ihnen verbindet Eminem langjährige und vor allem erfolgreiche Zusammenarbeit.

In ganz gewohnter Manie sind die 21 Songs des Albums gerade heraus: brutal ehrlich, unverblümt und deutlich persönlich. Wie es Rap so an sich hat, steht der Sprechgesang sowie gelegentliche Gesangsparts im absoluten Vordergrund. Schlichte Rhythmen und kleine Melodien unterstreichen lediglich , drängen sich dabei aber nicht auf und lenken vor allem nicht ab. Stattdessen untermalen sie die in den Worten liegende Atmosphäre perfekt.

Technisch bietet Eminem Rap auf höchstem Niveau. Die 21 Titel sind abwechslungsreich und sorgen durch ihre klare Artikulation für absolute Aufmerksamkeit. Damit bestätigt sich einmal mehr, dass im Rap eine Kunst für sich liegt und Eminem zu den wenigen gehört, die sie mit Bravour zur absoluten Kunstform erheben.

Abgerundet wird das Gesamtwerk durch diverse Kollaborationen mit Sängern aus unterschiedlichen Genres. Skylar Grey, Rihanna und Nate Ruess (fun.) sind dabei die größten Namen, die einen gesanglichen Part einnahmen. Die einzige Rap-Kollaboartion ist mit Kendrick Lamar in „Love Game“ zu hören. Ein jeder Gaststar schafft es, dem jeweiligen Song eine besondere Note zu verleihen ohne sich dabei selbst zu sehr in den Vordergrund zu stellen – klasse!

Damit schlägt Eminem mühelos eine Brücke zu seinem bisher erfolgreichsten Album. Der Silberling ist vom ersten bis zum letzten Moment durchdacht und verliert auch nicht im kleinsten Moment an Energie oder dem angesetzten Niveau. Damit ist dem Rapper eine weitere Glanznummer geglückt, mit dem sich mehr als mühelos an die Erfolge von „Recovery“ (06/2010) anknüpfen lässt. Bravo!

Playlist:
1. Bad Guy
2. Parking Lot (Skit)
3. Rhyme Or Reason
4. So Much Better
5. Survival
6. Legacy
7. Asshole feat. Skylar Grey
8. Berzerk
9. Rap God
10. Brainless
11. Stronger Than I Was
12. The Monster feat. Rihanna
13. So Far …
14. Love Game feat. Kendrick Lamar
15. Headlights feat. Nate Ruess
16. Evil Twin
17. Baby (Bonus Selection)
18. Desperation eat. Jamie N Commons (Bonus Selection)
19. Groundhog Day (Bonus Selection)
20. Beautiful Pain feat. Sia (Bonus Selection)
21. Wicked Ways (Bonus Selection)

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