CD Review: Emil Bulls – XX

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EM_XXBand: Emil Bulls
Titel: XX
Label: AFM Records (Soulfood)
VÖ: 29.01.2016
Spielzeit: 60 Minuten (Candlelight-Versionen)
Wertung: 3/5

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Bereits Ende des letzten Jahres feierten Emil Bulls ihr zwanzigjähriges Bestehen mit der „20h Anniversary Candlelight And Hellfire Tour“, die sie durch 20 Städte führte und auf der sie ihre Lieder einmal im Candlelight- und einmal im (gewohnten) Hellfire-Gewand präsentierten. Genau dieses Konzept findet sich auch auf der neuen Geburtstagsplatte „XX“ wieder. Im Digipak umfasst dieses insgesamt 29 Lieder, 15 ausgewählte Songs als Candlelight-Version und 14 im gewohnten Sound auf der Hellfire-Bonus CD. Das Ziel der Candlelight-Versionen ist es, die beliebtesten Lieder der Gruppe um Sänger Christoph von Freydorf aufwendig neuarrangiert und mit ungewohntem Klang erneut zu präsentieren. Mit dem ersten Blick auf die Tracklist wird deutlich, dass sich durchaus einige Hochkaräter und viele Single-Auskopplungen darunter befinden; also durchaus eine Zusammenstellung, die viel Potential für Neuerkundungen birgt, aber andererseits auch etwas Risiko mit sich bringt, die Songs zu sehr zu verweichlichen.

Eröffnet von „Here Comes The Fire“ beginnt eine Reise durch die letzten Jahre der Bandgeschichte, erstmalig begleitet von sanften Klavierklängen, Bläsern, Akustikgitarre und Streichern. Dabei kämpft oftmals Gewohntes und Geliebtes gegen das mehr oder weniger gut umgesetzte frische Image. So glänzen zum Beispiel „The Jaws Of Oblivion“, „Nothing In This World“ und „When God Was Sleeping“ bei ihrem Comeback mit ganz eigenem Charme, während andere Lieder lediglich seicht dahinplätschern und durch etwas fehlenden Mut in der eigentlich gewagten Idee leider zahlreiche Möglichkeiten verpassen. Da Emil Bulls sich schon immer fleißig zwischen etwas softeren und härteren Klängen hin- und her bewegten, wird wohl keiner vollends enttäuscht von den Kreationen sein, sicherlich wird aber jeder eine Lieblingsversion finden.

Insgesamt ist „XX“ zwar ein harmonisches Album, was aber streckenweise etwas zu harmonisch ist. So wird aus den Candlelight-Versionen schnell ein Album, das man gut nebenher – eben zum Candlelight-Dinner – hören kann, aber nichts das hundertprozentig zum bewussten Neuerleben geeignet ist.

Tracklist (Candlelight-Versionen):
1. Here Comes The Fire
2. The Jaws Of Oblivion
3. The Way Of The Warrior
4. Hearteater
5. The Most Evil Spell
6. Close To The Wind
7. Worlds Apart
8. Nothing In This World
9. Gone Baby Gone
10. Not Tonight Josephine
11. When God Was Sleeping
12. Between The Devil And The Deep Blue Sea
13. Dear Sadness
14. Dancing On The Moon
15. All For You

 

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