CD Review: Delain – Lunar Prelude

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Delain LunarBand: Delain
Titel: Lunar Prelude
Label: Napalm Records (Universal Music)
Genre: Female Fronted Symphonic Metal
VÖ: 19.02.2016
Spielzeit: 35 Minuten
Wertung: 2,5/5

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Schon lange zählt die Gruppe Delain rund um die charismatische Frontfrau Charlotte Wessels zu den Größen des Female Fronted Metals. Mit der EP „Lunar Prelude“, die mit 8 Tracks und gut 35 Minuten Spielzeit daher kommt, gelingt es den Niederländern, die Vorfreude auf die kommenden Shows zu schüren und etwas neues Material für eben diese zu liefern. Auch die Wartezeit auf das später im Jahr erscheinende Album soll verkürzt und versüßt werden.

Der Neuigkeitswert von „Lunar Prelude“ hält sich mit nur zwei kompletten Neuschöpfungen allerdings bedauerlicherweise in Grenzen. Eröffnet wird das Hörerlebnis von „Suckerpunch“, welches bereits im Voraus mit Video veröffentlicht wurde. Der Song kommt mit eingängigen, aber etwas seichten Melodien daher und überzeugt hauptsächlich mit seinen instrumentalen, kräftigen Momenten, die durchaus an die Kollegen von Nightwish oder Within Temptation erinnern. Das folgende „Turn The Lights Out“ klingt leicht melancholisch und erinnert vor allem gesanglich an ältere Stücke wie „Are You Done With Me“. Durch weniger elektronische Elemente als beim vorherigen Song wird in diesem Lied die zusätzliche Power durch die neue, ergänzende Gitarristin Merel Bechtold deutlich und ein energischeres, rhythmisches Bett für den Gesang geschaffen.

Den zwei neuen Tracks schließt sich dann eine erneuerte Version von „Don’t Let Go“ an, die mit den zahlreichen elektronischen Einspielern aufwartet, an denen vorher gespart wurde. Das macht den Song zu einer starken Geschmackssache, da der puristische musikalische Aspekt in den Hintergrund gedrängt wird. Es folgen vier Live Aufnahmen aus 2015, in denen Delain dank guter Aufnahmequalität von ihren Fähigkeiten auf der Bühne überzeugen können. Leider begrenzt sich die Auswahl auf Titel von der letzten Scheibe „The Human Contradiction“, so dass auch hier eine Chance zu Abwechslung und Vielfältigkeit verpasst wird. Den Abschluss macht eine instrumentale Orchesterversion des Openers „Suckerpunch“, wodurch die EP sanft ausklingt und sich der Kreis zum Anfang schließt.

Insgesamt schaffen die Niederländer hier ein solides Klangerlebnis, welches vor allem dazu geeignet ist, neue Hörer zu finden und zu begeistern. Für Fans, welche vor allem das letzte Album schon besitzen, lohnt sich diese Anschaffung aufgrund des geringen Neuigkeitsfaktors eher wenig.

Tracklist:
1. Suckerpunch
2. Turn The Lights Out
3. Don’t Let Go (New Version)
4. Lullaby (Live 2015)
5. Stardust (Live 2015)
6. Here Come The Vultures (Live 2015)
7. Army Of The Dolls (Live 2015)
8. Suckerpunch (Orchestra)

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