CD Review: Cult Of Luna – Vertikal

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Band: Cult Of Luna
Titel: Vertikal
Label: Indie Recordings/Edel
Genre: Post Rock
VÖ: 25.01.2013
Spielzeit: 66 Minuten
Wertung: 3/5
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Fünf Jahre nach Erscheinen ihres letzten Studioalbums „Eternal Kingdom“ (06/2008) legen die Post-Metaller von Cult Of Luna nach. Johanes Persson (Gitarre, Gesang), Erik Olofsson (Gitarre), Frederik Kihlberg Gitarre, Gesang), Andreas Johansson (Bass), Anders Teglund (Keyboard), Thomas Hedlund (Schlagzeug) und Magnus Lindberg (Percussion) nahmen sich dafür großes vor. Ein Konzeptalbum ist es geworden, stark beeinflusst von Fritz Langs Film „Metropolis“. In einem Kommentar zum Album sagten die Musiker selbst: „Bevor wir angefangen haben zu schreiben, waren wir erpicht darauf ein Thema zu finden, das in sehr direktem Wege durch die Musik gezeigt werden kann und wir hoffen, dass wir das erreicht haben. Wir haben klare Strukturen entwickelt – sehr linear und haben uns geweigert den Schreibprozess zu überkomplizieren.“

Man muss es ihnen lassen – es ist ihnen musikalisch tatsächlich gelungen! Die Songs sind trotz komplexer Instrumentierung unglaublich schlicht gehalten. Dabei greifen sie die Stimmung des Filmes durch Wiederholung und Mechanismus deutlich auf. Die Instrumentalparts der Lieder überwiegen dabei stark, wodurch das gewünschte Bild ideal gezeichnet wird. Gesangslinien in Form von Growls und Shouts, aber auch melodischem Gesang („Mute Departure“) setzen nur gelegentlich Akzente.

Bei einer Tracklänge zwischen 10 und bis zu knapp 19 Minuten kann das allerdings ganz schön langatmig werden. Damit hat sich leider schnell der Nachteil von linearer Repetition gefunden, der sich trotz all des technischen Könnens, das man überwiegend in den Gitarrenriffs hört, nicht vermeiden lässt. Vor allem „Vicarious Redemption“ mit knapp 20 Minuten Spielzeit macht es dem Hörer besonders schwer.

Der geschickte Einsatz von Beatsamples, komplexen Gitarrenkompositionen und abwechslungsreichen Schlagzeug- und Percussionrhythmen macht es möglich, das angestrebte Konzept voll und ganz umzusetzen. So entstand durchaus einzigartiger Sound, der die Markenzeichen des Genres deutlich widerspiegelt und ganz im gewünschten Gesamtbild aufgeht, bei dem es allerdings leider gerade aufgrund der Schlichtheit, Linearität und Repetition ein wenig an Wiedererkennungsfaktor mangelt.

Playlist:

The One
I: The Weapon
Vicarious Redemption
The Sweep
Synchronicity
Mute Departure
Disharmonia
In Awe Of
Passing Through

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