CD Review: Britney Spears – Glory

britneyspears-gloryBand: Britney Spears
Titel: Glory
Label: RCA Int. / Sony Music
Genre: Dance Pop
VÖ: 26.08.2016
Spielzeit: 57 Minuten
Wertung: 5/5

Britney Bitch is back! Treffender könnte man es kaum ausdrücken, denn was wäre ein Britney Spears Comeback ohne Drama und Diskussion. Sie spaltet die Musikwelt und löst schnell die Diskussion aus, wo noch Platz für sie bleibt auf einem Markt, der von Größen wie Rihanna und Beyoncé dominiert wird. Die Antwort ist simpel: Genau dort, wo sie schon immer stand. Trotz Eskapaden war sie doch eigentlich nie wirklich weg. Ihre größten Hits sind immer noch zu präsent.

Entgegen vieler Kolleginnen hatte Britney für ihr nunmehr neuntes Studioalbum die größte Freiheit, die ein Künstler nur von seinem Label bekommen kann: Keine Deadline. Das nutzt die Sängerin gnadenlos aus, um Songs zu schreiben, zu verwerfen und von vorn zu beginnen. Mit Executive Producer Karen Kwak an ihrer Seite kollaboriert sie mit zahlreichen Songwritern, bis es letztendlich klickt. So entstehen gut 40 Songs, aus denen schließlich zwölf auf „Glory“ erscheinen. Bemerkenswert ist dabei auch, dass erstmals die größten Hitmaschinen Dr. Luke und Max Martin nicht mehr an Board sind.

„Glory“ ist all das, was Britney Spears damit bezwecken wollte: Frisch, neu, anders und doch gleichzeitig ganz sie selbst. Sie wärmt damit keine alten Erfolgsrezepte auf, sondern geht gekonnt mit der Zeit. Sie macht sich den Dance Pop damit endgültig zu Eigen und würzt mit Beats die mitreißen. Dabei übernimmt sie endlich wieder die klare Führung ihrer Songs. Wo sie auf den Tracks von „Britney Jean“ (10/2013) oft fast als Beiwerk des der Beat-Arrangements wirkte, steht der Gesang nun wieder klar im Vordergrund – und das in einer Präsenz, den Fans in den letzten Jahren vermisst haben.

Damit drückt sie der Pop-Welt einmal mehr ihren Stempel auf und zeigt Zweiflern, dass sie noch längst nicht abgeschrieben ist. Vielmehr ist Britney stärker denn je zurück und zeigt sich mit einer neu gewonnen Ruhe und Ausgeglichenheit – und natürlich der nötigen Portion Ohrwurmpotential. Bravo Britney!

Playlist:
Invitation
Do You Wanna Come Over?
Make Me… (Featuring G-Eazy)
Private Show
Man On The Moon
Just Luv Me
Clumsy
Slumber Party
Just Like Me
Love Me Down
Hard To Forget Ya
What You Need
Better
Change Your Mind (No Seas Cortés)
Liar
If I’m Dancing
Coupure Électrique

Facebook Kommentare

Kommentare

//]]>