CD Review: Asking Alexandria – From Death To Destiny

Fotos: Gothic Fashion Show - Modenshow - Mera Luna Festival 2013 - Hildesheim
Gothic Fashion Show – Mera Luna 2013
13. August 2013
CD Review: Crystal Fighters – Cave Rave
13. August 2013

Asking Alexandria - From Death To DestinyBand: Asking Alexandria
Titel: From Death To Destiny
Label: Sumerian Records
Genre: Metalcore
VÖ: 09.08.2013
Spielzeit: 50 Minuten
Wertung: 4,5/5
Amazon

Werbung

Die bisherige Erfolgsgeschichte von Asking Alexandria ist geprägt von Mitglieder- und Namenswechseln. Kommerzielle Erfolge waren dabei in jeder Phase zu verzeichnen, die Musiker selbst aber nicht verbunden genug um einen gemeinsamen Weg zu gehen. Erst seit 2008 fand sich die aktuelle Besetzung rund um Gründungsmitglied Ben Bruce (Gitarre) zusammen. Das Debüt „Stand Up And Scream“ (2009) ist ein erster Meilenstein in der Geschichte der neu gefundenen Formation. „Reckless And Relentless“ folgt 2011 und bringt die ersten großen Chartserfolge mit sich. Der Silberling erreicht Platz 9 der US Billboard Charts und ist dort mittlerweile mit Doppelplatin ausgezeichnet. Nun erscheint endlich der Nachfolger „From Death To Destiny“. Wenige Tage zuvor bereits in den Staaten veröffentlicht, dominiert der Longplayer bereits die iTunes Charts (Platz 1 Rock Charts, Platz 3 der allgemeinen Albencharts) und die Presse überschlägt sich vor Begeisterung. Nun ist es auch für das deutsche Publikum soweit!

Nach tragendem Intro, das nicht nur erste elektronische Elemente deutlich macht, die einen prägnanten Teil der Musik der Band begleiten ohne dabei zu aufdringlich zu werden, sondern auch die musikalische Klangbreite ganz ausspielt, legt schon der Opener „Don’t Pray For Me“ mit allen Facetten so richtig los. Schnelle Schlagzeugrhythmen und sowohl prägnante Gitarrenriffs wie auch Breaks bestimmen den Song deutlich und steuern damit seine Geschwindigkeit. Schnelle, harte Shouts, die sich mit langsamen, klaren Gesangsparts abwechseln setzen perfekte Akzente, die von passenden Synthesizernklängen unterstrichen werden. Damit bringen Asking Alexandria ihre unglaubliche Variabilität auf den Punkt und setzen direkt den Kurs für ein schnelles, atemberaubendes Album.

Die Titel greifen fließend in einander über, lassen keine Sekunde für Pausen und reißen den Hörer so 50 Minuten lang von einem Highlight zum Nächsten. Trotz dieser Geschwindigkeit verschwindet man erstaunlicherweise nicht in gefühlt endlosem Klangbrei. Jeder der Songs ist zwar durch Outro und Intro verknüpft und bildet so ein Puzzlestück eines großen Gesamtkunstwerks, kann aber auch mühelos für sich allein stehen.

So verschmelzen abwechslungsreiche Elemente zu einem großen Ganzen und bestätigen damit das Erfolgskonzept von Asking Alexandria. Schnelle, treibende Rhythmen bestimmen vor allem die schnellen Parts der Songs („The Death Of Me“, „Poison“). Dass James Cassells (Schlagzeug) aber auch ruhig kann, beweist er immer wieder in den Melodiebreaks („The Death Of Me“), die die Lieder auflockern. Lead Gitarrist Ben Bruce überzeugt nicht nur mit schnellen Riffs („Killing You“, „Poison“), sondern auch großen, gefühlvollen Melodiebögen („Moving On“), die er vor allem in Solimomenten gerne ausspielt („Break Down The Walls“). Er ist außerdem für die Synthesizer zuständig, die genau in passendem Maß das Klangbild erweitern ohne sich zu sehr aufzudrängen oder der Band ihre Berechtigung im Genre Metalcore zu nehmen. Sam Bettley (Bass) fügt sich meist in das Gesamtbild, fällt bei Titeln wie „Poison“ jedoch mit prägnanten Basslinien auf. Sänger Danny Worsnop setzt schließlich das i-Tüpfelchen. Von harten und trotzdem verständlichen Shouts („White Line Fever“) und Growls („Run Free“, „Poison“, „Killing You“) bis hin zu rockigem („Moving On“) und auch klarem Gesang („Run Free“, „Killing You“) sind ihm keine Grenzen gesetzt.

Mit „From Death To Destiny“ legen Asking Alexandria einen weiteren unglaublich starken Longplayer hin, der den Hype um die Jungs mehr als rechtfertigt. Durch ihre Variabilität heben sie sich mühelos aus der Masse des Genres heraus. Sie zeigen sich musikalisch kreativ, abwechslungsreich und klanglich einzigartig. Klasse!

1. Don’t Pray For Me
2. Killing You
3. The Death Of Me
4. Run Free
5. Break Down The Walls
6. Poison
7. Believe
8. Creature
9. White Line Fever
10. Moving On
11. The Road
12. Until The End (feat. Howard Jones)
13. The Death Of Me (Rock Mix)

Facebook Kommentare

Kommentare

Werbung