CD-Review: Anathema – Distante Satellites

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Band: AnathemaAnathema_DistantSatellites
Titel: Distante Satellites
Label: K Scope (Edel)
Genre: Progressive Rock
VÖ: 06.06.2014
Spielzeit: 56 Minuten
Wertung: 4/5

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Die britischen Prog-Rocker Anathema legen mit „Distant Satellites“ bereits ihr zehntes Album vor. Anfang der 1990er Jahre als Doom-Band gegründet, führte sie ihr Weg über todtraurigen Alternative Rock bis zu den melancholischen Alben der letzten Jahre, auf denen aber auch hier und da schon mal die Sonnen durch die dunklen Wolken strahlte e mail programm kostenlos deutsch. Mit ihrem 2012er Werk „Weather Systems“ und dem grandiosen – von Lasse Holie gedrehten –  Konzertfilm „Universal“ hat sich die Band um die drei Cavanagh-Brüder die Latte selbst ziemlich hoch gelegt.

Eine gefährliche Ausgangsposition, an der schon so manche Band mit zu offensichtlich kommerziellen und belanglosen Alben gescheitert ist. Anathema entschieden sich erstmal dazu, Produzent Christer-André Cederberg treu zu bleiben und das Album wieder in seinen Cederberg-Studios in Oslo aufzunehmen films download ipad youtube. Mit Dave Stewart (Porcupine Tree, Steven Wilson) holte man sich eine namhafte Verstärkung für die Orchesterarrangements ins Boot und ließ gar vier Songs vom Großmeister Steven Wilson mixen. Was sich nun groß und opulent liest, klingt auf dem Album eigentlich eher zurückhaltend und reduziert.

„Das Album ist bewusst purer gehalten download microsoft office templates for free. Wir hielten es für richtig, die verschiedenen Elemente zu reduzieren und nur beizubehalten, wenn sie wirklich da sein mussten”, erklärt Leadgitarrist Danny Cavanagh die Grundüberlegungen des Albums. So klingt es dann auch: Fast alle Stücke leben fast nur vom starken und emotionalen Gesang. Vincent Cavanagh und Lee Douglas ergänzen sich dabei hervorragend landwirtschafts simulator 2015 kostenlos downloaden. Ihre Stimmen schmiegen sich aneinander, duellieren sich, tanzen miteinander – zweistimmige Partien wechseln sich mit Duetten und Soloeinlagen ab. Die Musik scheint dabei oft nur im Hintergrund zu laufen. Sie untermalt die Texte. Es entstehen Klangwelten, die hauptsächlich durch Piano- und Keyborad-Klänge geprägt sind – oft durch Streicher unterstützt icloud alle bilder herunterladen windows. Alles wird immer aber vom Schlagzeug geführt und angetrieben. Dadurch entwickelt sich immer wieder eine fesselnde, spannende und progressive Dynamik. Das Muster ist einfach und doch so mitreißend: Zart beginnende Songs bäumen sich langsam zu einer großen Welle auf, die im letzten Drittel ordentlich grollt, schäumt, gegen Ende bricht und eine ruhige See hinterlässt fotos downloaden facebook.

Schon der Beginn von „Distant Satellites“ ist stark: Die beiden Stücke „The Lost Song (Part 1)“ und „The Lost Song (Part 2)“ zeigen alle Stärken von Anathema im Jahr 2014. Sie bestechen mit großen Emotionen, viel Dynamik, grandiosen Stimmen und einer angenehmen, unaufdringlichen Eingängigkeit. Befürchtungen, es könne von nun an nur noch langweilig oder schlechter werden, bestätigen sich glücklicherweise nicht download fedex invoice. Die folgenden Songs lassen – obwohl sie sich nahtlos anfügen – keine Langeweile aufkommen. Jeder Song besticht durch einzigartige Elemente und spannende Moment.
Ob die Band mit dem Song „Anathema“ ihr derzeitiges Schaffen in einem Song zusammenfassen wollte, ist nicht bekannt. Denkbar wäre es. Hier ist sie wieder zu hören, die Melancholie, später allerdings auch die Lichtblicke deckblatt downloaden. Das Stück beginnt sachte, entwickelt sich aber auch wieder zu einer gewaltigen Welle, die mit einem satten und kräftigen Gitarren-Solo vielleicht den höchsten Wellenkamm des Albums aufweist. Beeindruckend, waren doch E-Gitarren zuletzt eher untypisch für die Briten und Solis erst recht.

Dann passiert Merkwürdiges: Es erklingt elektronischer Industrial-Sound („You‘re Not Alone“) und der wirkt seltsam deplatziert herunterladen. Hektisch und hart reißt er einen tiefen Strudel in die ruhige See. Er wird durch das umso ruhigerer „Firelight“ abgelöst – ein Instrumental, welches nur aus einer dreiminütigen Keyboard-Orgel besteht. Danach geht es aber elektronisch weiter – im Titeltrack des Albums. Er kehrt zwar wieder zu den bisherigen Stärken (Stimme und Melodie) des Albums zurück, bleibt aber insgesamt klar hinter den ersten zwei Dritteln der Scheibe zurück download elster file from the tax office. Gleiches gilt auch für das abschließende „Take Shelter“. Auch hier bleibt es elektronisch, bis wenige Sekunden vor dem Ende. Die Platte endet also mit sanften Streichern, die wiederum eine ruhige See hinterlassen, bevor die Taste „Repeat“ wieder eine Welle am Horizont sichtbar machen könnte.

„Distant Satellites“ ist ein unverwechselbares Anathema Album mit dem typischen Sound. Ein starkes Album von einer Band, die nicht still steht, sich ständig weiterentwickelt und sich ihrer Stärken bewusst ist. Einige dürften den Bruch bei „You‘re Not Alone“ als zu heftig und störend empfinden, für andere ist er vielleicht besonders reizvoll. Im Oktober werden wir auf der „Satellites Over Europe Tour“ erleben, wie sich das live anfühlt.

Das Album erscheint als reguläre CD, als limitierte CD/DVD-Version (DVD-Audio mit 5.1-Mix des Albums), einer limitierten Mediabook Edition (CD, DVD-Audio mit 5.1-Mix des Albums und einer Making of-Dokumentation auf DVD) sowie als limitierte LP-Version.

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