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ALD HumanBand: A Live Divided
Titel: Human
Label: Afm Records (Soulfood)
Genre: Electro-Rock, Synth-Rock
VÖ: 10. April 2015
Spielzeit: 49 Minuten
Wertung: 3 / 5

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Spätestens seit ihrem letzten Longplayer „The Great Escape“ (11/2013) hat sich die Gruppe aus Oberbayern auch über das Genre hinaus einen Namen gemacht. In Aussicht auf die anstehende Tour als Support von Unheilig wird das neue Werk von einigen Fans nicht nur mit Vorfreude, sondern auch mit einer Prise Skepsis erwartet.

Dass diese unbegründet ist zeigt, die Truppe um Frontmann Jürgen Plangger bereits beim Opener „Burst“. Ohne sich lange bitten zu lassen, legen Gitarren im Wechselspiel mit elektronischen Elementen los – schnell wird einem der mittlerweile unverkennbare Sound von A Life Divided bewusst, der durch Jürgens leicht verzerrter, aber energischer Stimme einen leicht neuen Touch bekommt. Ein Song, der viel Live-Potential eröffnet und Lust auf mehr macht.

Nach diesem gelungenen Einstieg bietet das Album mit „The Most Beautiful Black“, der aktuellen Singleauskopplung „Inside Me“ und „My Own Mistake“ einige mitreißende Titel, die zum Tanzen und Mitsingen einladen, bevor es mit „Right where I belong“ in ruhigere Gefilde geht. Hier wartet die Band zwar mit angenehmen Melodien und eingängigen Refrains auf, richtig im Kopf bleiben aber nur wenige Lieder. Für den Herzschmerz-Effekt sorgt die gefühlvolle Ballade „My Apology“, die einen der Höhepunkte des Werkes bildet. Nach einem etwas zähen „Lay Me Down“ wird mit „Happy End“ ein flottes und ohrwurmverdächtiges Ende geboten, dass nach zu zahlreichen Midtempo-Nummern wieder hervorsticht.

Mit ihren Texten zeigen A Life Divided wieder einmal, was sie bewegt. Mit emotionalen und echten Inhalten offenbaren sie Teile ihrer Seele, setzten sich mit dem Wesen und Handlungen des Menschen auseinander und verpacken diese gekonnt in ihren Liedern. Musikalisch bewegen sich A Life Divided auf „Human“ auf der sicheren Seite. Sie bleiben ihren Stil mit treibenden Rhythmen, einprägenden Riffs und gekonnt eingesetzten elektronischen Elementen treu, wagen aber leider auch wenig neues. So ist das Album zwar nett anzuhören und birgt einige gute Songs in sich, die große Überraschung und der absolute Wow-Effekt bleiben aber leider aus.

Tracklist:

01. Burst
02. The Most Beautiful Black
03.Inside Me
04.Own Mistake
05.Right Where I Belong
06.Just Nothing
07.Could You
08.Drive
09.My Apology
10.Believe
11.Live Forever
12.Lay Me Down
13.Happy End

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