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Philipp Möller - Gottlos glücklich

Philipp Möller – Gottlos glücklich

Nach den Büchern Isch geh Schulhof, Bin isch Freak? und Isch hab Geisterblitz von Philipp Möller erschien kürzlich sein neues Werk Gottlos glücklich. Was als Aufforderung, neutraler Satz, Frage und was weiß ich noch durchgehen kann, wird mit dem Untertitel Warum wir ohne Religion besser dran wären begleitet. Eine schöne Anregung.

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Der Titel klingt in meinen Ohren wie eine listige Aufforderung, manchmal auch mit Ironie oder Sarkasmus garniert. Da spielt aber sicherlich meine eigene Einstellung zur Institution mit rein. Ich war noch nie Fan von Kirchen und halte es da wie der Autor Philipp Möller: Es gab Geschenke bei der Konfirmation. Ein anderer plausibler Grund, den ich jungen Jahren gehabt haben könnte warum ich das mache, fällt mir nicht ein. Religiös bestimmt war mein Leben sicherlich nicht. Dafür habe ich es mir früher „einfach“ gemacht: So ein gütiger Gott lässt ernsthaft solche Dinge zu? Entweder gibt es keinen oder er ist das, was man uns auf Erden verbietet und eher mit Sünden in Verbindung bringt. Mit beiden Möglichkeiten wollte und will ich nichts zu tun haben. Dank DawkinsGotteswahn habe ich einige Gründe zur Hand bekommen, Sam HarrisDas Ende des Glaubens hat es ergänzt und Philipp Möller hat nochmals ein Update geliefert mit dem ich d‘accord gehe.

Gleichzeitig macht es sich der Autor durchaus nicht einfach mit den kniffeligen Fragen die auftreten und Themen wie religiös gelenkter Schulunterricht oder bevorzugt Ethikunterricht, der über alle Religionen aufklärt und nicht nur eine bevorzugt im hellen Licht scheinen lässt. Dabei aber auch alles andere, was zur Ethik gehört nicht vergisst. Auch die gottlose Buskampagne kommt vor. Ebenso Beschneidungen, Sterbehilfe a.k.a. Selbstbestimmung und vieles mehr.

(Un)Angenehme (unangenehm deswegen, weil es stark persönliche Lebensbereiche berührt; angenehm weil es eben zu selten gemacht wird und das bei solch wichtigen Dingen) Fragestellungen mit gelungenen Antworten, die tatsächlich durchdacht sind.

Insgesamt ein großartiges Buch, das im Bereich der Sachbücher dieses Jahr sicherlich mein persönliches Highlight ist.

(**)

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