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Gutenachtgeschichten für alle, die sich vor Populisten gruseln von Stuart Heritage Buchkritik

Gutenachtgeschichten für alle, die sich vor Populisten gruseln von Stuart Heritage Buchkritik

Das Buch Gutenachtgeschichten für alle, die sich vor Populisten gruseln von Stuart Heritage, erschienen am 20. August 2020 beim Verlag Kiepenheuer&Witsch, kurz KiWi, beinhaltet auf 176 Seiten einige Geschichten. Storys über Situationen, die eigentlich unerträgliche schlechte Laune machen, hier aber einen (un)erwarteten Twist bekommen.

© Kiepenheuer & Witsch - Stuart Heritage - Gutenachtgeschichten für alle, die sich vor Populisten gruseln
© Kiepenheuer & Witsch – Stuart Heritage – Gutenachtgeschichten für alle, die sich vor Populisten gruseln

Als Leser werde ich im Infotext mit diesen Worten begrüßt: „Hier, liebe Leserinnen und Leser, ist die Welt noch in Ordnung. Hier tut euch nichts weh, und ihr könnt beruhigt einschlafen. Manchmal hat man das Gefühl, die Fieslinge haben gewonnen: Trump, Putin, Johnson und die deutsche Autoindustrie. Doch in diesem Buch ist alles gut: Die Guten werden belohnt und die Schlechten bestraft, ein Wolkenkuckucksheim für alle Linksliberalen, die nachts nicht schlafen können.“

Hier sind verschiedene, unspezifische Orte. Dort wählen alle Menschen das Richtige, Trump wird ein Gutmensch, der Facefänger von Hameln befreit das Netz von Rassisten und Lügnern, der Plastikmüll im Meer verschwindet, Hänsel und Gretel sehen ein, dass sie einem antiquierten Frauenbild auf den Leim gegangen sind.

Johnson wird von einem Bären gefressen, Putin gesteht Wahlmanipulationen und kommt damit aber nicht mehr weiter. Und so geht es im Buch immer weiter. Mal in Form von Kurzgeschichten mal in Reim-/Gedichtform.

Die abschließenden Worte in der Information sind: „Nach der Lektüre kann man die Augen schließen und beruhigt einschlafen. Bevor Sie jetzt den Verlag mit Shitstorms überziehen: ACHTUNG, Satire!“ Ich habe, als ich es gelesen habe, also den Hinweis auf Satire, ironisch meine Augen verdreht. Die Angst vorm Shitstorm scheint es wert zu sein „ein wenig“ von der Wirksamkeit der Texte einbüßen zu wollen. Denn das passiert zwangsläufig liest man diesen Hinweis. Wie viel letzten Endes ist rein subjektiv.

Die Geschichten sind ganz okay bis gut und haben eine Menge Humor inne. Kann man gut lesen und ist auch ziemlich schnell durch. Geht klar für unspannende Lese-Abende. Im Sinne von: man gruselt sich nicht, wird nicht vor Spannung am Lesen gehalten et cetera. Das hat auch seine Vorteile.

Oliver Lippert
Oliver Lippert
Schreibe schon seit Mitte der 1990er und habe seit Oktober 2020 zwei Bücher ("Kaleidoskop - Abschnitt 1 -" und "Kaleidoskop - Abschnitt 2 -") veröffentlicht.

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