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Buch Kritik: Leben und Leben hassen von Dominik Steiner

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Leben und Leben hassen von Dominik Steiner
Leben und Leben hassen von Dominik Steiner

„An den Moment an dem die Geborgenheit sich in Verfolgung verwandeln würde dachten wir nicht. Wir dachten nicht an die Regeln der Welt, über die wir so leichtfüßig hinwegtänzelten, wie wir ihnen ungebremst entgegenprallten. Wir dachten nicht an die Liebe, nicht an den Tod. Wir dachten nur an die einzelne Sekunde der Entrückung, die uns für die Lebensdauer eines Windhauchs mit den Kleidern der Wunschlosigkeit schmückte.“

Das Debüt von Dominik Steiner mit dem Namen „Leben und Leben hassen“ ist voll von Naivität eines jungen Menschen namens Jonathan, auch Jona genannt, und zeigt seinen gnadenlosen Weg in die Abhängigkeit auf. Tod von Freunden, sein eigenes Leben und das stete Verlangen nach Reisen aus dieser Welt mittels irgendwelcher Substanzen. Erst sanfte, dann die Harten.

Ein Autor der gnadenlos mit Worten schießt ohne Rücksicht auf Verluste. Er trifft, so können wir hoffen, vielleicht sogar den einen oder anderen wunden Punkt beim Leser, welche dann entsprechende, gesunde, Gedankengänge auslöst. Geld und die dadurch erhaltenen „Freundschaften“ sind eben nicht alles und nach und nach zeigt sich, dass das nicht mal annähernd alles ist was nicht wahr ist, der Realität entspricht.

Die Worte in diesem Buch sind literarische Assassinen, Mörder die einem hinterrücks in den Rücken stechen mit ihren Serifen. Den Leser wachrütteln oder es zumindest versuchen. Es mag nicht immer gelingen. Ein Buch mit Tiefgang. So tief will man eigentlich nicht und doch ist man nachher da. Ein gutes und nicht nur unterhaltsames Buchdebüt von Dominik Steiner.

Oliver Lippert
Oliver Lippert
Schreibe schon seit Mitte der 1990er und habe seit Oktober 2020 zwei Bücher ("Kaleidoskop - Abschnitt 1 -" und "Kaleidoskop - Abschnitt 2 -") veröffentlicht.

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