ZSK – 23.11.2013 – FZW, Dortmund

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ZSK - 23.11.2013 - FZW, Dortmund

Es ist der 23.11.2013. ZSK nehmen am heutigen Abend den kleinen Raum des FZW Dortmund für sich ein. Recht voll ist es hier. Und so verwundert es auch nicht, dass bereits in der Umbaupause zu ZSK die Stimmung im Publikum durch Musikklassiker wie „Punk Rock Song“ von Bad Religion auf absolutes Hochniveau getrieben wird. Der Fußboden ist schon zu diesem Zeitpunkt vom verschütteten Bier ganz klebrig. Die ersten Männer entledigen sich schon jetzt ihres T-Shirts und grölen mit bierheiseren Stimmen die Songs der Umbaupause mit.

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Ein paar Zeitsprünge weiter. Es ist 20.40 Uhr und wie bei jedem ZSK Konzert wird das Intro von Hildegard Knef „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ vom Band abgespielt. Textsicher begleitet das Publikum den Schlager. Und das, obwohl hier eigentlich niemand gekommen ist, um Schlagermusik zu hören.
Als nächstes kommen die vier Jungs von ZSK auf die Bühne und gehen mit „Keine Angst“ direkt in die Vollen. Heute Abend gibt es Politpunk auf die Ohren. Der Innenraum trägt beinahe durchgehend ZSK oder linksorientierte T-Shirts. Das Durchschnittsalter liegt bei gefühlten 16 Jahren. Durchtrainiert starten die hier Anwesenden direkt einen Moshpit, der sich während des gesamten Konzertes hält.

Sänger Joshi fragt, wer schon mal bei einem ZSK Konzert war. Einige heben die Fäuste. Auf die Gegenfrage, für wen es das erste ZSK Konzert sei heben noch mehr Leute die Hände. So kommt es, dass noch einmal kurz die Spielregeln des heutigen Abends erklärt werden. Wenn jemand hinfällt, ihm aufhelfen und Bier in ihn reinschütten. Klingt ja ganz einfach. Und da sich vorhin viele Leute als Erstbesucher geoutet haben, fällt ihnen gar nicht auf, dass Joshi diese Ansage Abend für Abend wiederholt.

Geburtstag wird hier übrigens auch gefeiert. Der Lichttechniker lässt sich zur Feier des Tages einen Schnaps von der Bühne bis zum Mischpult von einem weiblichen Besucher crowdsurfen.
Musikalisch bewegt man sich zwischen allen bisher erschienen Platten und lässt dabei auch die älteren Werke nicht zu kurz kommen. Das Ende des regulären Sets wird nach einer Stunde mit „Antifascista“
eingeläutet. Doch der Abend ist noch zu kurz und es fehlen zu viele Lieder. So lässt sich Joshi als erstes zurück auf die Bühne locken, um dort „Und genau da gehen unsere Wege auseinander“ allein auf der Akustikgitarre zu spielen. Beim folgenden Klassiker „Wenn sie viele schweigen“ geht er kurzerhand selber crowdsurfen. Erneut verabschiedet man sich von der Bühne. Doch nur, um danach nochmal mit drei Liedern Vollgas zu geben und den Abend nach 85 Minuten und sichtlich viel Spaß auf Seiten der Band und der Besucher zu Ende gehen zu lassen.

Setlist:
Keine Angst
Hello 1984
Herz für die Sache
Kein Mensch ist illegal
Küsst die Faschisten
Alles steht still
Der richtige Weg
Before weg o
We will stop you
Was wir wollen
Small steps
Fight for more
Was uns noch übrig bleibt
Bis jetzt ging alles gut
We are the kids
Punkverrat
Antifascista
——-
Und genau da gehen unseren Wege auseinander
Jede Sekunde
Riot Radio
Wenn so viele schweigen
——–
Mein Staat
Unser Schiff
Raise your fist

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