Wacken Open Air 2013 – Tag 3 – 03.09.2013

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Der letzte Tag des 24. Wacken Open Airs ist angebrochen und mit ihm das Bandangebot ein letztes Mal reichhaltig. Trotz Tagen des Durchfeierns und bahnbrechenden Temperaturen herrscht schon früh reges Treiben. Die Einen packen, die Anderen treten gar schon die Heimreise an, doch ein guter Teil ist schon auf dem Weg zum Infield. Während es im Wackinger Village und auf der Beergarden Stage ab den Vormittagsstunden kracht, geht es im Zelt und auf der True Metal Stage synchron los. Hate Squad sind dabei allerdings in deutlichem Nachteil gegenüber Callejon. Die Metalcore Formation füllt schon zur Mittagszeit das Infield restlos und begrüßt Nachzügler mit starkem Bass und dröhnendem Gitarrensound. Die Moshpits sind bereits groß und auch an Crowdsurfern mangelt es während der energiegeladenen Show nicht. Immer wieder ein Highlight!

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Während Fear Factory die Black Stage eröffnen, geht es auf der Party Stage mit Alestorm rund. Die Schotten erfreuen mit guter Laune und Partypotential die Tanzbeine. Aufblasbare Tiere und ein Sesamstraßenpirat im Publikum bestätigen, dass die Jungs auf eine starke Fanbase zählen können, die gut vorbereitet selbst zu Festivalauftritten erscheint. So ist die Stimmung großartig und Alestorm tun alles, um den Auftritt zu einem Erlebnis zu machen. Bei Fear Factory geht es dagegen deutlich härter zu und das Publikum wird vor allem in diversen Circle Pits gefordert. Burton C. Bell (Gesang) lässt dabei natürlich das letzte Studioalbum „The Industrialist (06/2012) nicht unerwähnt, dessen Tracklist die Setlist des Tages stark beeinflusst. Leider fehlt deutliche Euphorie seitens der Zuschauer, einen soliden Auftritt muss man den Musikern aus der Stadt der Engel trotzdem bescheinigen.

Die Apokalyptischen Reiter kündigten bereits im Vorfeld auf Facebook an, dass sie mit ihrem Auftritt großes planten. Die Fans sollten ein ganz besonderes Andenken erhalten, denn die Musiker planten 100 exklusive Shirts zu verteilen. Schöner Gedanke, der leider im Laufe der Show seitens der Veranstalter verboten und von der Security verhindert wird. Traurig für die Fans aber aus Sicherheitsgründen bestimmt keine falsche Entscheidung. Die Show selbst ist gewohnt stark und reißt das Publikum mit. Das Infield ist dabei brechend gefüllt und die Stimmung bombastisch.

Lamb of God (Black Stage) und Sonata Arctica (Party Stage) buhlen anschließend um die Gunst des Publikums, als das Wetter die allgemeine Aufmerksamkeit an sich reißt. Ein Wolkenbruch, einer kleinen Sinnflut gleich, verwandelt Wacken in wenigen Minuten in ein Schlammfeld. Einige flüchten, doch ein erstaunlich großer Kern feiert beharrlich vor der großen Bühne weiter. Die Bodenverhältnisse wecken außerdem das Kind im Metalhead und schnell entsteht eine wilde Schlammschlacht, die zumindest Lamb of God ein wenig die Show stiehlt. Die Musiker bestreiten aber trotz Wetter und Ablenkung einen souveränen Auftritt, der den gebührenden Respekt verdient hat.

Damit haben die Wettergötter dem Festivalfinale allerdings in keinster Weise den Garaus gemacht. Bei Anthrax scheint bereits wieder die Sonne und auch der Boden erholt sich zusehends. Die Zuschauer kriechen zurück aus ihren Regenverstecken und der Spaß kann weiter gehen. Neben einem Cover des AC/DC Klassikers „TNT“ sorgen die Jungs mit starken Songs für Stimmung und diverse Circle Pits lassen nicht lang auf sich warten. Mit viel Energie und Spielfreude seitens der Band ein gelungener Auftritt.

Synchron zu Trivium auf der True Metal Stage geht es im Zelt mit den Jungs von Emergency Gate hoch her. Ihr Wacken Debüt in ganz großem Stil. Es wird die aufwändigste Show, die die Jungs je auf die Beine gestellt haben. Als einzige Band mit Pyroshow im Zelt haben sie viel zu bieten und heizen mit ordentlichem Metalcore Zelt wie Publikum gehörig ein. Vor allem Sänger Matthias beeindruckt nicht nur gesanglich vor allem mit perfekt gesetzten Wechseln zwischen klarem Gesang und prägnanten Shouts, sondern auch mit viel Bewegung. Nach Danzig und Candlemass ist dann vorerst Zeit für die großen Finalshows von Alice Cooper und Nightwish.

Wer dann noch nicht genug hat, lässt den Abend und damit ein großartiges 24. Wacken Open Air mit dem Lingua Mortis Orchestra feat. Rage und Subway To Sally im Anschluss gebührend ausklingen. Der Abschluss stimmt ein wenig wehmütig, schließlich heißt es nun Abschied nehmen. Doch wie sagt man so schön? Nach Wacken ist auch immer vor Wacken und das große Jubiläum naht!

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