Versengold – 02.04.2016 – Underground, Köln

Versengold – 02.04.2016 – Underground, Köln
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versengold2016Auf dem zweiten Teil ihrer „Zeitlos“-Tour luden die Bremer Folk-Musiker von Versengold nun auch die Kölner Gäste zum Tanz. Halt machten sie am 02.04.2016 in Underground in Köln. Schon weit vor diesem Termin war die Location ausverkauft und die Besucher konnten sich schon vorher auf ein sehr volles Underground einstellen.

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Pünktlich zum Einlass um 18.30 Uhr tummelten sich schon Menschenmassen in einer langen Schlange bis zur Straße. So füllte sich der Konzertsaal schon frühzeitig und es war schon vor Beginn des Konzertes unheimlich warm. Doch dadurch ließen sich die feierwütigen Fans von Versengend nicht beirren. Kurz vor der Show leiteten die Besucher den Abend mit lauten und rhythmischen „Versengold“ Rufen ein, bis es dann etwas verspätet endlich los ging.
Nach einem Intro aus Donner und Blitz sowie Regengeräuschen begann das Konzert mit dem Titelsong der aktuellen Tour „Zeitlos“ direkt sehr tanzbar. Schon während der ersten Lieder wurde klar: Das Kölner Publikum ist enorm Textsicher! Ob bei Balladen oder schnellen Folk-Liedern, das Publikum sang jedes Lied aus voller Inbrunst mit.

Auch die Bewegung kam natürlich nicht zu kurz. Bei jedem Lied wurde mitgetanzt, geklatscht und gehüpft und bei den langsameren Liedern, ließ das Publikum sich nicht vom Schunkeln abhalten. Nicht zu wenig war dies auch den Musikern von Versengend zu verdanken. Sie selbst sprangen oft mit und heizten das Publikum durch den eigenen Spaß an ihrer Musik an. So lachten und feierten die sympathischen Bremer nicht für, sondern gemeinsam mit ihrem Publikum.

Versengold (29 von 41)Die großartigen Musiker von Versengold zeigten auch in einigen Stücken ohne Gesang ihr Können. Es gab ein sehr tanzbares Drumsolo von Schlagzeuger Schorti, der sich angesichts der steigenden Hitze im Underground kurzerhand sein Shirt auszog und die Besucher mit freiem Oberkörper beglückte. Das Konzert war vor allem aber auch geprägt von den wahnsinnigen Geigenkünsten der beiden Männer an der Fidel Hengest und Honza. Bei der ein oder anderen Einlage von Honza blieb den Besuchern glatt die Spucke weg vor Schnelligkeit und Präzision seinerseits. Genauso berauscht zeigte sich die Menschenmenge durch die schnelle Spielkunst des Gitarristen Paule.

Besonders an Versengold ist auch die Auswahl der Musikinstrumente. Neben einem Schlagzeug, einem Bass, der Geigen und einer akustischen Gitarre sieht man bei ihnen auch immer wieder eine Nyckelharpa, gespielt von Hengest, und die durchgehend von Pinto gespielte Bodhrán.
Sänger Snorre lockerte die Stimmung immer wieder mit lustigen Erzählungen sowie Anweisungen für das Publikum auf. So sollten sie bei „Hoch die Krüge“ ihre Getränke in die Luft heben. Diejenigen, die kein Getränk hatten, sollten einfach so tun.
Bei dem Lied „Ich und ein Faß voller Wein“ sollten die Besucher ein Meer darstellen und alle gemeinsam Arm in Arm mit dem Nebenmann schunkeln. Berauscht von Musik und Spaß machte die Menschenmenge jeden Spaß mit.

Alles in allem sind Versengold eine unheimlich sympathische Band, die sich selber nicht zu ernst nimmt, aber dennoch wahnsinnig gute Musiker sind und – das allerwichtigste – Spaß bei dem haben, was sie tun. Dieser Spaß und die Leidenschaft schaffte es in Kürze auf das Publikum überzuspringen. Geschafft vom Schwingen des Tanzbeins und heiser vom lauten mitsingen jedes Liedes sah man nach dem Konzert in durchweg glückliche, gut gelaunte und vor allem zufriedene Gesichter der Gäste.

Ein absolutes Muss für jeden Folk-Liebhaber! Danke Versengold!

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