Unzucht – 26.11.2016 – Bochum, Matrix

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Beständig hat sich die Formation Unzucht in der schwarzen Szene nach oben gearbeitet und etabliert. Dafür spricht nicht nur die treue Fanbasis, die mittlerweile auch über die deutschsprachigen Länder hinausreicht, sondern auch die Top 20 Platzierung ihres diesjährigen Longplayers „Neuntöter“. Nach mehreren Konzerten in den United Kingdoms und quer durch die Bundesrepublik, rief das Quartett am 26.11.2016 in die Matrix in Bochum Langendreer. Mit im Gepäck hatten sie neben dem neuen Album zwei Supportbands, die den Abend eröffneten.

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Den Anfang machte das Duo Randolph’s Grin, die pünktlich von einer recht spärlich gefüllten Halle begannen. Das dürfte mitunter daran gelegen haben, dass der Einlass relativ langsam von statten ging und Randolph’s Grin zudem früher als angekündigt begannen. Nichtsdestotrotz wartete Robert Andrew Bowman (Synthesizer, Keyboard, Percussion) wacker mit elektronischen Sounds auf, in deren Mittelpunkt klar der helle Gesang von Sängerin Adelheid Winkler stand. Die Reaktionen waren jedoch verhalten und sehr gemischt, was neben dem verfrühten Beginn auch an der sehr eintönigen musikalischen Gestaltung lag, mit der das amerikanisch-/österreichische Duo die sich füllende Tube nicht wirklich erreichen konnte.

all-hail-the-yeti-1Anschließend stellten sich All Hail The Yeti der Herausforderung, die Besucher der Show für den Hauptact einzustimmen. Mit ihren metallastigen Sounds schlugen Connor Garritty (Gesang), Nicholas Diltz (Bass), Alan Stokes (Gitarre) und Ryan „Junior“ Kittlitz (Schlagzeug) eine komplett andere musikalische Richtung ein – und trafen anscheinend auch deutlich eher den Nerv der Anwesenden. Trotz zu hoher Lautstärke gelang es den US-Amerikanern über knapp 30 Minuten, die mittlerweile vollere Location abzuholen und in Bewegung zu bringen. So verabschiedeten sie sich gegen Ende des Auftritts unter verdientem Applaus.

unzucht_bandfotoLange ließen dann auch Daniel Schulz (Gesang), Daniel de Clerq (Gitarre, Gesang), Alex Blaschke (Bass) und Toby Fuhrmann (Schlagzeug) nicht mehr auf sich warten und betraten die Bühne. Schon zu Beginn wurde deutlich, dass die Unzucht an diesem Abend eine Menge feierfreudiger, treuer Fans in die Matrix gelockt hatte. Äußerst text- und etwas weniger taktsicher begleitete eine euphorische Zuschauermenge das gut gelaunte Quartett durch eine bunte gemischte Setlist, auf der sowohl neue Lieder wie „Ein Wort fliegt wie ein Stein“ und „Der dunkle See“, als auch bewährte Klassiker wie „Schwarzes Blut“ und „Deine Zeit läuft ab“ ihren Platz fanden. Verschnaufspausen von den rockigen Riffs und treibenden Rhythmen boten unter anderem „Der letzte Tanz“, „Seelenblind“ und „Meine Liebe“, bevor der Titeltrack der allerersten, selbstveröffentlichten EP „Engel der Vernichtung“ einen mehr als gelungenen Abend ausklingen ließ.

Setlist Unzucht:
1. Der dunkle See
2. Widerstand
3. Lava
4. Unzucht
5. Der Untergang
6. Deine Zeit läuft ab
7. Kind von Traurigkeit
8. Schwarzes Blut
9. Der letzte Tanz
10. Neuntöter
11. Schweigen
12. Kettenhund
13. Seelenblind
14. Nur die Ewigkeit
15. Ein Wort fliegt wie ein Stein
16. Unendlich
17. Meine Liebe
18. Engel der Vernichtung

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