The Mission – Brightest Light Tour 2013 – 23.12.2013 – Köln, Live Music Hall

The Mission – 23.12.2013 – Live Music Hall, Köln
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EKLIPSEDraußen schwebt der Geist der Weihnacht und innen tobt der Rock ‚n‘ Roll? So oder ähnlich lässt sich die Gemütslage der Konzertbesucher von The Mission treffend umschreiben. Bringt es Frontmann und Sänger Wayne Hussey noch? Dieser gilt auf der Bühne nicht immer als motiviert, ständige Auflösungen und Wiedervereinigungen tun da ihr übriges.

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Doch bevor die Fans sich von den Beweggründen überzeugen können, rückt erst einmal der Support Eklipse ins Rampenlicht. Ein weibliches Quartett, das im Kommen ist, von Einigen geliebt, von anderen gehasst, covern Miss E. (Violine), Scarlett (Violine), Viola (Bratsche) und Helena (Cello) Songs einiger Pop- und Rockgrößen. Es versteht sich von selbst, dass Musikinteressierte sofort den Vergleich zum finnischen und männlichen Pendant Apocalyptica ziehen, doch diesen brauchen die vier deutschen Frauen nicht zu scheuen. Zwar reicht die musikalische Raffinesse nicht ganz an die Herren heran, unterhaltsam ist es aber allemal. So geben sie in der Live Music Hall in ihrem Set sowohl den Score von Assasins Creed und „We Are The People“ von Empire Of The Sun zum Besten oder überzeugen mit Covern von Nick Caves und Kylie Minogues „Wherre The Wild Roses Grow“ und „Sweet Dreams“ von Eurythmics. Der Applaus ist ihnen bei so einem Bekanntheitsgrad der Songs gewiss.

The MissionGut aufgewärmt und wachgerüttelt haben The Mission nach einer Umbaupause dann sehr leichtes Spiel die Zuschauer auf ihre Seite zu ziehen. Müde oder lustlos wirkt hier niemand. Was allerdings auch an der Flasche Wein liegen mag, an der sich Hussey hin und wieder bedient.Doch schmälern soll das die Leistung keineswegs. Seine Stimme wirkt jung und kräftig und mit geschlossenen Augen klingt es sehr nach einem Jim Morrison in besten Tagen. Die Backing Vocals von Bassist Craig Adams sind das nötige Salz in der Suppe und lassen Songs wie „Serverina“ im perfekten Licht erscheinen. Dazu bietet vor allem Wayne Hussey Entertainment pur, gibt sich äußerst kommunikativ und erzählt witzige Anekdoten und begibt sich auf Tuchfühlung zu den Fans, indem er in den Graben einige von ihnen abklatscht. Soviel Hingabe und Nähe sind für The Mission nicht immer selbstverständlich und da auch der Sound stimmt, sind die Kölner mehr als zufrieden. Bei der reichhaltigen Diskografie die sich über fast 30 Jahre erstreckt, finden sich Songs aus allen Alben wieder auch wenn das neuste Werk „The Brightest Light“ (VÖ: 09/2013), die Meisten stellt.

Insgesamt schafft es das britische Quartett Begeisterung für sich und die Lieder zu entfachen und auf der Bühne eine gute Show zu bieten. Als Abschlussgag kehrt nach fünf Zugaben dann noch ein Weihnachtsmann auf die Bühne, singt und springt, doch weder Sinn noch Humor wollen sich so richtig erschließen. Dafür fehlte den Meisten wohl die richtige Menge Alkohol.

Setlist:

Black Cat Bone
Beyond the Pale
Serpent’s Kiss
Naked and Savage
The Girl in a Fur Skin Rug
Garden of Delight
Severina
Butterfly on a Wheel
Everything but the Squeal
The Crystal Ocean
Wasteland
Swan Song

Like a Child Again
When the Trap Clicks Shut Behind Us
Like a Hurricane (Neil Young Cover)
Deliverance

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