The Jezabels – 17.07.2014 – Gebäude 9, Köln

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TheJezabels_FarewellDearGhost-21Endlich können die Jezabels ihr verschobenes Konzert in Köln nachholen. Dort lohnt sich es für das australische Quartett besonders, denn das Gebäude 9 ist ausverkauft. Doch was die je zwei Männer und Frauen live zu bieten haben, lässt sich an diesem Abend erst später sagen, denn zuerst gehört dem Support Farewell Dear Ghost die Bühne. Die vier Jungs sind in Graz beheimatet, spielen noch den klassischen Indierock und spielen sich und die Zuschauer ordentlich warm. In Österreich haben sie bereits einige Achtungserfolge vorzuweisen. So war die Single „Fire“ in den Radiocharts Österreichs vorn mit dabei und die Band war im Rahmen der Amadeus-Verleihung 2014 nominiert. Frecher Alternativerock in klassischer Besetzung (Bass, Gitarre, Schlagzeug), der überdurchschnittlich gut arrangiert und mehr als hörenswert ist. Farewell Dear Ghost sollte man auf dem Zettel behalten, da könnte nach dem Debüt „We Colour The Night“ (VÖ: 11/2013 sowie 04/2014) noch einiges kommen.

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Die australische Rockband The Jezabels live im Gebäude 9 in Köln.Dann endlich nach der Umbaupause kommen The Jezabels zum Zug. Düster und druckvoll beginnt die Band aus Sydney, der Sound der Instrumente sowie der Gesang von Frontfrau Hayley Mary sind ziemlich direkt da, einzig der Backgroundgesang von Keyboarderin Heather Shannon geht manchmal bedauerlicherweise etwas unter. Mit Ansagen oder Entertainment halten sich die Vier aus Down Under sehr zurück, persönliche Worte findet Mary erst ab der Mitte des Sets. Und so lassen sie hauptsächlich die Musik sprechen, welche auf der einen Seite durch Schlagzeug und Gitarre ganz klar einen rockigen Anstrich erhält, aber eben auch durch Keyboard und Gesang eine ordentliche Prise Wave intus hat. Dadurch mögen sich die älteren Zuschauer stellenweise an Eurythmics oder Siouxsie and the Banshees erinnert gefühlt haben ohne dass es allerdings nur düster bliebe. Die Balance gelingt The Jezabels gut, so dass das Konzert keine Längen hat. Auch die Setlist gestalten sie gerecht: Vom Album „Prisoner“ (VÖ: 03/2012) sechs Stücke und vom aktuellen Album „The Brink“ (VÖ: 02/14) sieben und sorgen trotz unheimlicher Hitze und schlechter Luft für gute Stimmung unter den Fans. Sogar zwei Tracks von der dritten EP „Dark Storm“ (VÖ in Deutschland nur als Import) finden in der Playlist Platz. Für die beiden letzten Songs „Psychotherapy“ und „Easy To Love“ als Zugabe lassen sie sich nicht lange bitten und beenden mit diesen beiden Nummern ein rund 80-minütiges Konzert. Eine sehr sympathische Band, die sehr harmonisch zusammenspielt, wo jeder mit seinem Instrument und Stimme nahezu gleich großen Anteil an den Songs hat und ein Klangbild geschaffen wird, was zwar nicht neu ist aber dennoch kaum noch zu finden ist. Von daher überzeugender Auftritt und gute Mischung. So geht der Weg weiter nach oben.

Setlist:

The Brink
Endless Summer
Long Highway
Time to Dance
Hurt Me
Look of Love
Beat to Beat
City Girl
A Little Piece
No Country
The End
Dark Storm
Catch Me

Psychotherapy
Easy to Love

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