Tattoobash – 21.09.2013 – Mitsubishi Electric Hall, Düsseldorf

the GazettE – 25.09.2013 – FZW, Dortmund
1. November 2013
Martin and James – 31.10.2013 – Ringlokschuppen, Bielefeld
1. November 2013

Die Tattoobash 2013 lud dieses Jahr zum ersten Mal Tattoo- und Rockbegeißterte in die Mitsubishi Electric Hall. Hier gab es für die Besucher jede Menge zu sehen. Es gab eine typische Tattoo-Messe, mit vielen Tattowierern die dort ihre Stände hatten und ihre Werke in Büchern und beim live tattowieren präsentierten. Daneben gab es jede Menge Piercing Stände und Tattoozubehör zu kaufen. Zudem gab es reichlich Getränkestände und auch für Essen war gesorgt. Neben dem kleinen Imbiss gab es auch an fast jedem Tattoostand etwas Süßes zu naschen. Auf einer große Bühne neben dem Gelände, auf dem die Stände aufgebaut waren, gab es auch den ganzen Tag im 2 Stundentakt Programmpunkte.

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Die erste Darbietung des Samstags war eine als Thailänderin verkleidete Frau, die einen Song von Madonna zum Besten gab und danach in einem roten Lackoutfit eine heiße Tanzeinlage zeigte. Richtig spannend wurde es aber erst ab dem zweiten Programmpunkt des Tages, mit den Fuel Girls. Die aus amerikanischen Mädels bestehende Truppe zeigte einen Mix aus Tanz und Feuershow. Zunächst kamen zwei tattoowierte, leicht bekleidete Frauen auf die Bühne. Die eine zog die andere an einem Halsband rein. Sie zeigten einen lasziven Tanz zu zweit und räkelten sich auf dem Boden. Danach kam eine Art orientalischer Schwerttanz Einlage mit Bauchtanzelementen. Das nächste Mitglied der Fuel Girls zeigte dem Publikum Akrobatik in einem fliegenden Reifen aus Metall. Ästhetische Bewegungen gepaart mit heißen Posen hoch über der Bühne. Das letzte Fuel Girl zeigte den klassischen Pole Dance, das Tanzen an einer Stange. Sehr sexy und teilweise anzüglich , aber genauso akrobatisch und faszinierend. Die wenigen Zuschauer lobten die Darbietung der Mädels mit tosendem Applaus.

Um etwa 16.00 Uhr betraten Tentekko die Bühne, eine Taiko-Trommel Gruppe aus der Region. Diese trommelten verschiedene Rhythmen und hatten so etwas wie eine Choreographie dabei. Leider gab es hier wenig Publikum und die Menschen, die sich die Darbietung angesehen hatten, waren nicht begeistert. Vielleicht war eine Tattooveranstaltung einfach der falsche Ort für eine japanische Trommelgruppe.

Als Nächstes folge der für Conventions typische Tattoocontest. Hier durften die dafür angemeldeten Tattoowierer ihre auf der Messe vollbrachten Werke einer Jury und dem Publikum vorführen, um die Auszeichnung des besten Tattoos der Convention zu bekommen. Hierher verirrten sich schon ein paar Zuschauer mehr, jedoch zog sich dieser Programmpunkt und nach und nach gingen die meisten Besucher wieder.

Mit dem nächsten Programmpunkt wurde es dann endlich musikalisch. Die angekündigte Band Schlagermetal fiel einfach ohne Statement aus , so dass die Horrorpunker von The Other als Nächstes die Ehre gaben. Typische Klänge für dieses Genre zogen das erste Mal an diesem Tag einige Besucher mehr an die Bühne. Besonders fasziniert war das Publikum von dem aufwändigen Bühnenbild mit vielen Aufhängern und Kerzen, welches an einen Friedhof erinnerte. Auch die Band selbst war düster und passend zum Thema Horrorpunk geschminkt. Doch auch hier wurde es gegen Ende des Konzertes stetig leerer in der Halle.

Als letzten Programmpunkt hatte die Tattoobash die Neue Deutsche Härte Band Eisbrecher eingeladen, die zum Leidwesen vieler Gäste durch den Ausfall von Schlagermetal viel zu früh zu spielen begannen. Doch hier füllte sich die Halle und Eisbrecher spielten eine lange Show. Für das Publikum gab es einen Mix aus allen alten und neuen Hits der Jungs zu hören, wie z.B „Eisbrecher“, „Heilig“ und „Miststück“. Bei „This is Deutsch“ gab es sogar Dampfstrahlen, die vor der Bühne im Takt des Refrains hochschossen. Durch die immer noch nur halb gefüllte Halle war es ein Konzert mit familiärer Atmosphäre und so kam auch die Interaktion mit dem Publikum nicht zu kurz. So stieg Sänger Alex Wesselsky öfter mal von der Bühne in den Photograben und ließ die Besucher ins Mikrofon singen oder lief einfach Mitten durch die Menge. Nebenbei wurde dann noch der Backliner auf die Bühne geholt, der anlässlich seines Abschieds einen Eisbrecher Song performen und die Zuschauer animieren musste.

Eine schöne Idee, Tattooconvention und Rockmusik zu paaren, aber es haperte der Tattoobash doch noch an der Umsetzung. Neben den absoluten Sprüngen und unbegründeten Ausfällen des Bühnen Line Ups , waren die Zeiten zwischen den Programmpunkten zu lang und es wurde den Zuschauern schnell langweilig. Leider noch nicht alles perfekt umgesetzt, hat dieses Konzept doch gute Chancen mit besserer Organisation ein absoluter Erfolg zu werden.

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