Susanne Sundford – 12.03.2015 – Club Bahnhof Ehrenfeld, Köln

The Script – 17.03.2015 – Palladium, Köln
18. März 2015
The Script – 17.03.2015 – Palladium, Köln
20. März 2015

Susanne Sundfor

Susanne Sundford ist eine Musikerin, die hierzulande noch auf den Durchbruch wartet. In ihrem Heimatland ist sie jedoch eine feste Größe und ihre Alben gelangen auf die vordersten Ränge der Charts. Das aktuelle Album „Ten Love Songs“ (VÖ: 02/15) stieg zusätzlich sogar noch in die englische Hitparade ein.

Werbung

Doch voll ist der Club Bahnhof Ehrenfeld leider trotzdem nicht als der Support Apothek seinen Gig startet. Ein Trio aus Gesang, Gitarre, Keyboard oder Schlagwerken, die sich generell sehr an ruhigem 80er-Jahre-Pop zu orientieren scheint. Eine Prise Coldplay, etwas von A-Ha und einiges dazwischen, das bei dem Großteil des Publikums durchaus Anklang findet. So überzeugen der recht hohe Gesang und die langsameren, träumerischen Melodien durchaus  und ernten mehr als höflichen Applaus. Relativ wortkarg und schüchter verabschieden sich Apothek dann aber auch nach rund 30 Minuten von der Bühne, um Platz für Susanne Sundfor zu machen.

Diese lässt sich auch nicht lang bitten und startet ihr Konzert laut und druckvoll. Doch es gibt nicht nur auf die Ohren, denn auch optisch starten Sundfor und ihre Band ein Licht- und Blitzgewitter, welches für die kleine Location zuviel des Guten ist. Der Beat stimmt aber und da gegen die Kälte in der Halle nur Bewegung hilft, fällt diese nicht schwer. Der Gesang Sundfors verblasst leider streckenweise, da ihre Band sie übertönt. Diese ist hervorragend eingespielt, agiert perfekt und harmoniert gut zusammen. Und doch fehlt einiges. Das neue Album ist erst wenige Tage draußen und  es scheinen nicht viele zu kennen und so geben sich Band und Publikum sehr zurückhaltend. Sieben der „Ten Love Songs“ finden in der Setlist Platz, so dass doch einige Längen entstehen. Dass Susanne Sundfor das entertainen nicht so liegt ist bekannt und früher soll sie sogar noch wortkarger gewesen sein, aber der Abend kommt dadurch nicht so recht in die Gänge. Das ist schade, denn es wäre mehr drin. Doch sie hält das Konzert trotz fünf Studioalben kurz und beendet das reguläre Set nach rund 50 Minuten. Sie kommt zwar noch einmal für zwei Stücke raus und lässt sich für eine zusätzliche Nummer bei eingeschaltetem Saallicht erneut nach langem Klatschen bewegen, doch unter dem Strich ist das zu wenig. Und für manchen Fan vielleicht sogar ein Ärgernis. Dabei wäre mit der Ähnlichkeit der Stimme einer Nina Persson von den Cardigans und dem Stil der Musik, wie sie streckenweise an Björk erinnert, mit Sicherheit ein Leichtes viele Leute auf ihre Seite zu ziehen.

Setlist:

It’s All Gone Tomorrow
Kamikaze
Trust Me
Rome
Accelerate
Fade Away
Memorial
Insects
As I Walked Out One Evening
White Foxes

Delirious
Your Prelude

Torn to Pieces (on Roses)

Foto: Steffie Wunderl

Facebook Kommentare

Kommentare

Werbung