Steven Wilson – 28.03.2015 – Hugenottenhalle, Neu-Isenburg

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Steven Wilson muss man mittlerweile einfach als die Lichtgestalt der modernen Progressive-Rock-Szene bezeichnen. Bei kaum einem anderen Künstler ist die Szene jedes Mal so auf die kommende Veröffentlichung gespannt, wie sie es bei dem Briten ist. Es dürfte wohl auch kaum einen Vertreter des Genres geben, dessen Tour vergleichbar schnell ausverkauft war microsoft office 2016 deutsch kostenlosen. Mit seinem aktuellen Album „Hand.Cannot.Erase“ kletterte der Brite sogar auf den dritten Platz der deutschen Charts und erreichte damit auch, dass der mehrfach totgesagte Prog-Rock plötzlich wieder in aller Munde ist. Erfreuliche sechs Deutschland-Termine finden sich auf seinem Tournee-Plan zum Album mp3 rocket 6.0.6 gratis downloaden nederlands. Am 28. März stand Wilson mit seiner Band auf der Bühne der Hugenottenhalle in Neu-Isenburg.

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Steven_Wilson_Neu-Isenburg_011Wie schon bei den Konzerten vor zwei Jahren, sind auch auf dieser Konzertreise die Säle bestuhlt. Wilson selbst scheint das jedes Mal aufs Neue zu überraschen und so vergisst er es nicht bei jedem Konzert darauf hinzuweisen, dass sie eine Rockband seien und diese vom Enthusiasmus des Publikums lebt download printer driver hp. Dieses möge sich also bitte nicht zurückhaltend.
Zu Beginn des knapp zweieinhalb stündigen Sets wurde es aber erstmal ganz still im Saal. Während eine extra lange Version des Intros („First Regret“) des aktuellen Albums vom Band ertönte, war die Bühne noch leer. Auf der großen Videowand wurden minutenlang Impressionen von Londoner Hochhaus-Siedlungen gezeigt. Einsamkeit, Tristesse und Anonymität – also die Leitthemen von „Hand-Cannot.Erase“ – wurden so geradezu körperlich spürbar herunterladen. Adam Holzmann (Tasteninstrumente) erschien da fast wie ein Retter aus der Dunkelheit, als er die Bühne betrat und den Abschluss des Intros live am Klavier spielte.
Tosender Applaus brandete auf, als ein gewohnt barfüßiger Steven Wilson auf der Bühne erschien. Es wirkte, als sei ihm dieser Moment immer noch etwas unangenehm landwirtschafts simulator 18 kostenlos downloaden. Schnell deutete er lächelnd auf Marco Minnemann (Schlagzeug), Nick Beggs (Bass) und Guthrie Govan (Gitarre), die gemeinsam mit ihm auf die Bühne kamen.

Der Auftakt ging – genau wie auf dem Album – fließend in das zehn-minütige „3 YearsSteven_Wilson_Neu-Isenburg_003 Older“ über finanzamt elsteren. Schon da wurde klar, was von diesem Abend zu erwarten ist: Eine perfekt eingespielte Band mit ausgezeichneten Musikern und eine wirklich durchdachte, stimmungsvolle Licht-Choreografie, welche zusammen mit den extra für die Tour angefertigten Videos ein emotionales Audio-visuelles Gesamterlebnis bildeten. Schlussendlich ist wohl genau das die Begründung für die Sitzplätze. Wilson legte schon immer Wert auf das Gesamterlebnis und mit dem aktuellen Konzeptalbum treibt er es auf die Spitze wolfenstein. Konsequenterweise wurde (bis auf eine Ausnahme), das komplette Album in der richtigen Reihenfolge gespielt.

Ergänzt wurde die Setlist durch drei ältere Songs, die sich nicht nur thematisch perfekt einfügten, sondern auch einer kleinen Frischzellenkur unterzogen wurden. Eben noch ertönte das organische „Routine“ mit der zauberhaften Gastsängerin Ninet Tayeb (allerdings nur vom Band – sie habe die beste Entschuldigung die man haben kann: ein Baby), als das Licht kalt und hart wurde und sich Wilson selbst vom sympathischen Entertainer hin zur entrückt performenden Bühnenfigur – dem Collector – wandelt acrobat reader 5.0 download for free. Offensichtlich eingeschüchtert, traute sich im Publikum niemand das Fingerschnippen zu Beginn mitzumachen. Die 2015er Version von „Index“ donnerte dann roher, härter, kälter und bestimmender von der Bühne als vom 2011er Album „Grace for Drowning“. Auch die Zugabe „Sleep Together“ („Fear of a Blank Planet“, 2007) erstrahlte im aufpolierten Glanz, während „Lazarus“ („Deadwing“, 2007) musikalisch zeitlos zu sein scheint Download adobe reader 10.1 for free german. Dort war kaum eine Veränderung spürbar (oder nötig) – einzig ein kleines Solo für Guthrie Govan wurde hinzugefügt.

Steven_Wilson_Neu-Isenburg_007Bevor sich die Band wieder auf das aktuelle Album besann, nahm Wilson sich selbst auf die mit der Frage Schippe, ob jemand sich jemand gewundert habe, dass der letzte Song keine 20min lang war. Das kommende Stück – „Harmony Kornie“ („Insurgentes“, 2008) ein Song, der bei keiner Wilson-Show fehlen darf – sei das auch nicht amazon alexa echo app. Aber keine Sorge, es käme noch „langer Kram“.
Damit war wohl „Ancestral“ gemeint. Ein 13-minütiger Song, der unschuldig beginnt wie ein Frühlingsmorgen und sich zu einem regelrechten Inferno entwickelt. Dabei konnte sich auch der dauergrinsende und irgendwie immer etwas unterfordert wirkende Marco Minnemann endlich mal auszeichnen und alles aus seinem Schlagzeug rausholen. Aber auch die anderen Musiker hatten sichtlich Spaß an dem Stück.

Die Chronistenpflicht erfordert es, von der beruhigenden Tatsache zu berichten, dass Wilson und seine Mannen auch „nur“ Menschen und folglich fehlbar sind. Den Anfang von „Routine“ spielten der Brite und Holzmann drei Mal, bevor Gesang und Tasten endlich zusammen passten. Charmant schob Wilson es auf den freien Tag und es führte eher zur allgemeinen Erheiterung als zu Misstönen.
Ungeachtet dessen bewies Steven Wilson mit diesem Set aus neuen und den aufgefrischten alten Songs, dass er sich tatsächlich immer noch steigern kann. Dabei sind es längst schwindelerregende Höhen in denen er sich bewegt. Was soll da noch kommen, wo soll die Reise hingehen, wo soll das alles enden? In spätestens zwei Jahren wird die Antwort in Form eines neuen Albums vor uns liegen.

Wer solange nicht warten kann, der hat am 9. und 10. April (Berlin bzw. Hamburg) noch die Chance die Show live zu erleben. Beide Shows sind allerdings seit Monaten ausverkauft.

Fotos von der Show gibt es hier.

Setlist:
First Regret
3 Years Older
Hand Cannot Erase
Perfect Life
Routine
Index
Home Invasion
Regret #9
Lazarus
Harmony Korine
Ancestral
Happy Returns
Ascendant Here On…

Zugabe:
The Watchmaker
Sleep Together

The Raven That Refused to Sing

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