Steven Wilson, 20.03.2015, Köln

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StevenWilson Credit: Naki

Jaja, Mr. Wilson macht wieder ein Album namens „Hand. Cannot. Erase.“ (VÖ: 02/2015) und genrekreuzend ist sich die Fachpresse mit den Fans mal wieder einig – er hat es erneut geschafft wieder so gut zu sein wie beim letzten Mal – oder noch besser?!

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Im ausverkauften und bestuhlten Kölner E-Werk macht Steven Wilson dieses Mal Station um seine neuen Songs und die dazu passenden Filme zu präsentieren. Doch obwohl Steven Wilson selbst einmal auf einer früheren Tour sagte, dass er eine Bestuhlung stimmungshemmend findet, wird das Konzept beibehalten. Nachteilig geregelt ist es auch für die Fotografen sowie für Rollstuhlfahrer, die in den hinteren Reihen Platz nehmen sollen, zu sehen gibt es für sie nicht viel.

Dabei kommt es gerade bei Konzerten des Briten auf Akustik und Optik an, denn zum Einen laufen zur Musik passende Filme, zum Anderen bietet auch Wilsons Lichtshow immer etwas fürs Auge.

Es steht ganz klar das aktuelle Album im Vordergrund, das einen Handlungsstrang in den Stücken verfolgt. Es geht dabei um Joyce Carol Vincent, die drei Jahre tot in ihrer Wohnung lag ohne dass sie jemand vermisste. Dabei war sie jung, attraktiv und verfügte über soziale Kontakte. Eine beängstigende aber für Steven Wilson auch eine angenehme Vorstellung, sich so isolieren zu können. Handwerklich ist bei ihm und seiner Band alles beim Alten. Sie verspielen sich kein einziges Mal und der Sound, welcher bei diesem Event von allen Seiten kommt, ist perfekt und genauso gewollt. Aber eben auch wie gewohnt. Alle auf der Bühne sind Perfektionisten und Musiker allererster Güte und liefern beste Arbeit ab. So gibt es Genuss pur aber eben auch Bekanntes für die, welche jeder Show beiwohnen. Neu im Set sind mit „Lazarus“ sowie „Sleep Together“ zwei Songs aus der Porcupine Tree-Ära, bewährt dagegen ein weißer und doch halbwegs durchsichtiger Vorhang, der zur Musik von Bass Communion – einer weiteren Band von Steven Wilson – herabgelassen wird. Das ist jedoch auch nur ein weiteres Stilmittel, das wenige Minuten auf der Zielgeraden genutzt wird.

Für eine Zugabe kommen die Männer danach erneut auf die Bühne und beenden die Show mit „The Raven That Refused to Sing“, dem Titelstück des Vorgängers. Auch hierzu gesellt sich das Video in voller Länge. Ein würdiger Abschluss.

Setlist:

First Regret
3 Years Older
Hand Cannot Erase
Perfect Life
Routine
Index
Home Invasion
Regret #9
Lazarus
Harmony Korine
Ancestral
Happy Returns
Ascendant Here On…
The Watchmaker
Sleep Together

The Raven That Refused to Sing

Foto: Naki

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