Sportfreunde Stiller – 24.11.2013 – Ringlokschuppen, Bielefeld

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Sportfreunde Stiller - 24.11.2013 - Ringlokschuppen, Bielefeld

New York, Rio, Bielefeld.
Die Sportfreunde Stiller sind Garanten für ausgelassene Stimmung, perfekt funktionierende Mitsingspiele und schier unglaubliche Spielfreude. All dies zeigen sie auch bei ihrem Konzert im Ringlokschuppen.

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Ausverkauft! Diese Meldung steht bereits seit Monaten neben diesem Konzert. Es ist sowieso ein Wunder, dass eine Band, die mittelgroße deutsche Festivals headlined, in Clubs spielt, die mit 2500 Leuten ihre Kapazitätsgrenze erreicht haben. Wer heute hier ist war also sehr flink beim Kartenkauf.

In dieser intimen Clubatmosphäre dürfen zuerst Fifty Fifty auf die Bühne gehen. Für 30 Minuten liegen 5000 interessierte Augen auf der Band. Es ist das allererste Konzert für Fifty Fifty. Von Nervosität ist dennoch keine Spur. Die Band betritt die Bühne, der Sänger kommt bewusst einige Momente später nach. Lässig in Lederjacke und mit Kippe im Mund. Musikalisch erinnern die Jungs ein klein wenig an Dredg. Die Bühne wirkt ein bisschen zu groß und trotzdem meistern sie ihre Aufgabe mit Bravour.

Um 21.00 Uhr wird es dunkel im Ringlokschuppen. Tosender Applaus ertönt und die Sportfreunde betreten die Bühne. Mit der Ballade „Lass mich nie mehr los“ wollen sie ihr Publikum überzeugen. Doch wenn die Sportfreunde Stiller auf der Bühne stehen ist keine Überzeugungsarbeit mehr notwendig. Das direkt im Anschluss noch die „Hymne auf Dich“ folgt nehmen die Fans dankbar an. Doch so richtig Fahrt wird erst mit „Alles Roger!“ aufgenommen. Der Innenraum flippt aus. Es wird gesprungen, getanzt und gesungen. Jetzt wo das Eis vollkommen gebrochen ist, werden auch die ersten Mitsingsspiele gestartet. Die funktionieren – wie sollte man es anders erwarten – einwandfrei. Hits wie „Wunderbaren Jahren“ werden auf diese Weise richtig aufgepeppt. Die Frauen dürfen singen „In all den wunderbaren Jahren…“, die Tribüne summt und die Männer klatschen.

Klassiker aus allen Epochen finden heute einen Platz im Set. Und „Applaus Applaus“ erntet die Band nicht nur bei eben diesem Lied. Mit „Komm schon“, „Ich roque“ und „Wie lange sollen wir noch warten“ wird ein wahres Hitfeuerwerk gezündet. Fehlen darf dabei nicht die neue Single „New York, Rio, Rosenheim.

Nach 70 Minuten wird das reguläre Set mit „Wunder fragen nicht“ und einer Konfettikanone beendet. Die Stimmung hat absolutes Topniveau erreicht, der gesamte Ringlokschuppen ist noch nicht bereit das Konzert enden zu lassen. Glücklicherweise sind die Sportfreunde Stiller auch der Meinung, dass die letzten Töne noch nicht gespielt wurden.
Für den ersten Zugabeblock hat sich die Band besonders viele Gedanken gemacht. Das vom Keyboard getragene „Festungen und Burgen“ macht den Anfang. Danach tauschen Peter und Flo ihre Instrumente. Somit wechselt „Pete the beat“ zum Schlagzeug (plus Gitarre!), Flo schnappt sich eine Gitarre und es folgt eine akustische Version von „Wellenreiten“. Für ein weiteres Lied bleibt Peter am Schlagzeug und Flo singt „Es muss was wunderbares sein (von mir geliebt zu werden)“. Er scheint dabei voll in seinem Element zu sein und nutzt die gesamte Breite der Bühne für seinen Ausdruckstanz. Jetzt aber zurück in die Ursprungsbesetzung und „Fast wie von selbst“ lässt diesen Zugabeblock enden.

Es kommt wie es kommen muss. Das Publikum will mehr. Die Band ebenso. Drei weitere Lieder folgen, dabei macht „Auf der guten Seite“ den Abschluss. An dieser Stelle lässt es sich Peter nicht nehmen von der Bühne ins Publikum zu springen und eine Runde zu crowdsurfen. Sympathische Aktion zum Ende des Konzertes. Ach was, sympathisch war der gesamte Abend, der nach 110 Minuten endet.

Setlist:
Lass mich nie mehr los
Hymne auf dich
Alles Roger
7 Tage 7 Nächte
Unter uns
Clowns uns Helden
Wieder kein Hit
Komm schon
Siehst du das genauso?
Ein Kompliment
New York, Rio, Rosenheim
Wunderbaren Jahren
Applaus Applaus
Ich roque
Wie lange sollen wir noch warten?
Wunder fragen nicht
———-
Festungen und Burgen
Wellenreiten (Akustik)
Es muss was wunderbares sein (von mir geliebt zu werden)
Fast wie von selbst
———-
Let’s did it
1. Wahl
Auf der guten Seite

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