Skindred – 20.11.2013 – Essigfabrik, Köln

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Bevor am 24.01.2013 ihr fünftes Studioalbum „Kill the Power“ veröffentlicht wird, gehen Skindred noch auf ausgiebige Tour durch Europa.

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Als erste Band betraten Deadly Circus Fire die Bühne. Die Gesichter von Adam Grant (Gesang), Save Addario (Gitarre), Mike Enort (Bass) und Paul Igoe (Schlagzeug) waren schwarz-weiß geschminkt ganz ihm Stile von Zirkusartisten. Die Londoner zeigten sich durchaus aktiv und voller Spielfreude,vor allem der Bassist Mike Enort zog dabei alle Blicke auf sich. Er spielte sich förmlich die Seele aus dem Leib. Dazu sprang und lief er wie verrückt über die Bühne, selbst als es sich auf den Boden legte und sich eigenartig verkrümmte spielte er weiter. Jedoch schien die musikalisch Mischung aus Progressivrock und Numetal nicht so ganz bei dem Kölner Publikum anzukommen nur vereinzelt sah man Zuschauer, die mit dem Kopf mit nickten.

Mittlerweile hatten sich ca. 600 Besucher in der Halle eingefunden. In der ersten Reihe konnte man zahlreiche Fans von Crossfaith erkennen, die bereits sehnsüchtig auf ihre Lieblinge warteten. Die junge Band aus Osaka, Japan stimmte und baute ihre Instrumente selbst auf. Dabei gab Tatsuya Amano bereits einen kleinen Vorgeschmack auf sein können am Schlagzeug, sehr zur Freude der Anhänger. Zu ihrer eigenen Version von Strauss „Also sprach Zarathustra“ nahmen Kenta Koie (Gesang), Kazuki Takemura (Gitarre), Hiroki Ikegawa (Bass), Tatsuya Amano (Schlagzeug), und Terufumi Tamano (Keyboard) ihre Stellungen auf der Bühne ein. Bereits beim ersten Song „We are the Future“ gab es kein Halten mehr im Publikum. Die ersten Reihen konnte man beim unermüdlichen Headbangen beobachten und die Masse tobten sich in Circle Pits und Wall of Death aus. Das Quintett spielt Trancecore mit kraftvollen Bässen, die sich tief in die Magengrube hämmerten. Dabei zeigten die Jungs vollen Körpereinsatz und eine Spielfreude, die ihres gleichen sucht. Kenta animierte zum typischen Hinsetzspielchen wobei sich ausnahmslos das komplette Publikum hinsetze und auf Kommando aufsprang. Terufumi lies es sich nicht nehmen der ersten Reihe einen Besuch abzustatten und stellte sich auf den vorderen Wellenbrecher. Von dieser Position sprang er in die Menge zum Crowdsurfen. Die Japaner verließen unter euphorischen Beifall und lauten Zugaberufen die Bühne. Die Stimmung schien bereits jetzt auf ihrem Höhepunkt angekommen zu sein, so dass man meinen könnte, der Hauptact hätte bereits gespielt.

Setlist:
1. We Are the Future
2. Monolith
3. Jägerbomb
4. Countdown to Hell
5. Eclipse
6. Leviathan

Bevor die Zeit für Skindred gekommen war, ertönte aus den Boxen AC/DCs „Thunderstruck“. Danach betraten Skindred zu ihrem Imperial March Intro von Star Wars, den sie mit fetten Beats versehen hatten, die Bühne. Die Waliser setzten mit ihrer Show da an wo Crossfaith aufgehört hatten, nur auf ihre eigene Art und Weise. Skindred vermischen gekonnt den Sound von Reggae mit Metal und einer Prise Hip Hop. Statt Circle Pits und Wall of Death konnte man jetzte eine tanzenden Menge, die immer wieder die Arme in die Höhe streckte und zum Beat der Musik mit schwang beobachten. Die gute Stimmung reichte bis in die letzten Reihen und selbst die Merchandise Verkäufer tanzten auf den Tischen und feierten den Auftritt von Skindred. Die Setlist war vollgepackt aus alten und neuen Stücken und es gab auch schon einen Vorgeschmack auf das noch erscheinende Album „Kill the Power“. Um die Stimmung zum Höhepunkt zu bringen holte man sich für den letzten Song „Warning“ Verstärkung von Kenta Koie, dem Sänger Crossfaith. Die Fans wurden dazu aufgerufen ihre Shirts auszuziehen und auf Kommando damit im Kreis in der Luft herumzuschleudern, eben wie ein Helikopter. Die Shirt flogen nur so durch die Halle und die Stimmung schien überzukochen. Die Kölner waren heute in bester Feierlaune und nach dieser aktionsreichen Zugabe konnte das Publikum in die kalte Nacht glücklich und ausgepowert entlassen werden.

Setlist:
1. Ninja
2. Babylon
3. Bruises
4. Rat Race
5. Doom Riff
6. State of Emergency
7. Selector
8. Cut Dem
9. Kill the Power
10. Trouble
11. Sad But True (Metallica cover)
12. Pressure
13. Nobody

Zugaben:
15. Stand for Something
16. Duality (Slipknot cover) (Dubstep Remix)
17. Warning

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