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Wir haben vor dem Konzert im Kölner Palladium am 19.03.2011 mit Thomas von Schandmaul ein Interview machen können und mit ihm über die neue Platte, die Auszeit und das was kommen wird gesprochen…

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Ihr könnt das Interview gerne nachlesen oder Euch als Video ansehen:

 

Hier die „Text“-Variante.

RF: Was habt Ihr zum Beginn Eurer Pause gemacht?
Thomas: Zu Anfang unserer Pause haben wir uns erstmal alle in ein Auto gesetzt und sind in den Bayrischen Wald gefahren und haben zwei Tage nach dem letzten Konzert angefangen ein Album zu schreiben. Das war also der Beginn der Pause.

RF: Wie kam es dazu, dass Ihr Euch habt von einer Kamera begleiten lassen?
Thomas: Das hat sich so ergeben. Der Matthias, unser Bassist, hat sich so ein Ding zugelegt und hat die einfach immer irgendwo hingestellt. Irgendwann hat man die garnicht mehr wahrgenommen. Die stand immer irgendwo und lief immer irgendwie. Ich weiß garnicht, 17 Stunden oder was er da zusammen gesammelt hat. Und hat das dann in jahrelanger Arbeit zusammen geschnitten und den Film draus gemacht.

RF: Wie sind die Songs auf dem Album entstanden?
Thomas: Ich sag mal so, die Songideen und die Textideen, das ist ja ein fortlaufender Prozess. Die waren auch schon teilweise da. Es ist nicht so, dass wir auf dieser „Klausurwoche“ angefangen haben etwas zu erdichten, sondern es waren schon Fragmente oder ganze Texte-/Songideen da und wir haben das da so zu sagen dann in Form gebracht. Wir haben uns dann zusammengehockt und arrangiert halt. Es ging ja danach auch noch weiter, als wir aus dem Bayrischen Wald zurück kamen, haben wir das halt im Proberaum fortgeführt. In Wahrheit kommen jetzt schon wieder Ideen für das nächste Album, was dann irgendwann mal erscheinen wird. Man kann ja auch nicht beeinflussen wann sie kommen – so nimmt man Jede mit, die kommt.

RF: Wie kam es dazu, dass ihr eine „Pause“ gemacht habt?
Thomas: Ja wir waren in Wahrheit platt. Wir haben sehr viel getourt davor… wir hatten die Anderswelt-Tournee, mehrfach, wir hatten dann das 10 Jahres Konzert mit DVD Aufzeichnung und dann noch mal getourt… dann noch mal so eine Voting-Tour hinten dran und einen elendslangen Festivalsommer… wir waren platt! Das hat man gemerkt an Leib und Seele. Ermüdungserscheinungen sind aufgetreten, bei jedem. Und da haben wir gesagt, jetzt machen wir mal ganz schnell auf die Bremse, sonst fährt man gegen die Wand.

RF: Wie waren die Reaktionen, als Ihr Euch zurückgemeldet habt?
Thomas: Also die erste Zeit kamen sogar, als wir weg waren, ganz viele vorsichtige E-Mails so nach dem Motto „Habt Ihr Euch jetzt aufgelöst? Kommt Ihr denn jemals wieder?“. Da haben wir dann auch garnichts zu gesagt – fanden das ganz lustig, dass da so ein bisschen kribbeln herrscht, bei den Leuten. Und als wir uns quasi wieder gerührt haben, da gings dann richtig ab – „Juhuu, wir freuen uns! Endlich seid ihr wieder da!“ Von daher ist der Plan aufgegangen.

RF: Wie liefen dann die Vorbereitungen auf die Tour?
Thomas: Wir haben sehr intensiv geprobt im Vorfeld im Proberaum – haben uns dann auch eine Woche eingemietet in eine Halle und haben eine richtige Bühnensituation aufgebaut, wo man sich dann nicht eben gegenseitig anschauen kann wie im Proberaum, sondern ich stehe dann mit dem Rücken zur Band und das muss man eben auch üben. Letztendlich die Show proben, geht erst vor Leuten dann live. Man kann keine Ansagen üben, das geht ja garnicht. Aber es hat wunderbar geklappt – als wären wir nie weg gewesen.

RF: Wie kam es zur Release-Party Tour?
Thomas: Grade weil wir so lange weg waren, wollten wir auch nichts unversucht lassen, um darauf aufmerksam zu machen, dass wir wieder da sind! Da hat sich das bewährt – gut Birgit konnte nicht mitfahren, da sie frisch entbunden hatte – aber es war einfach schön auch mit den Leuten auf einer anderen Ebene zu quatschen. Nicht zur Bühne und danach – alle wollen ein Autogramm – da kann man ja kein Gespräch führen. Sondern einfach in einer ungezwungenen Club Atmosphäre auch mal als eine halbe Stunde irgendwo rumzustehen. Und sich dann auch mal auf Gespräche einlassen zu können.

RF: Wie war das Feedback?
Thomas: Großartig! Klar – Nörgler gibts immer. Die Einen haben genörgelt dass wir gespielt haben, die Anderen haben genörgelt, dass wir nicht gespielt haben… und so weiter. Allen Recht machen ist eine Kunst, die Keiner kann.

RF: Welche Erwartungen habt Ihr an das neue Album gestellt?
Thomas: Ja natürlich hoch. Wir haben erstmal versucht, in der Klangfindung – also wie das Album klingt – wollten wir so nah wie möglich an unseren Livesound ran. Und haben deswegen uns ein bisschen zurück genommen in den Möglichkeiten, die man im Studio hat. Man kann im Studio natürlich immer ein Orchester einspielen, man kann eine E-Gitarre zu Zehn E-Gitarren machen, damit alles fetter klingt, das haben wir uns aber selbst auferlegt und verboten, weil wir das ja eigentlich garnicht wollen. Wir wollten eigentlich erdiger, einfacher sein. Das ist uns dann glaub ich gelungen, unter’m Strich – also wir sind sehr zufrieden. Und Erwartungshaltung… also wir finden das Album alle großartig – ist aber auch ein bissel schwer zu beurteilen, wenn man so drin steckt. Aber die Reaktionen von den Leuten lassen ja darauf schließen, dass wir nicht alles falsch gemacht haben.

RF: Wie kam es zu dem Benefiz-Fußballspiel für „Viva con Aqua“?
Thomas: Unser Schlagzeuger spielt gerne Fußball und der wurde von Gentleman angesprochen. Der hatte eine Fußballmannschaft zusammengestellt, in der er mitgespielt hat, gegen dieses „Viva con Aqua“-Team. Das ist eben eine Organisation, die Trinkwasserbrunnen in Afrika baut und dafür sammelt. Da hat er eben mitgespielt; das hat ihn so begeistert, dass wir jetzt eben selber eine Mannschaft aufgestellt haben. Da sind ein paar Leute von Fiddlers dabei, LaBrassBanda, … wird ne lustige Nummer – und dann spielen wir gegen „Viva con Aqua“. Wir werden total abgeledert werden, da sind ehemalige Profis von St. Pauli und hastenichtgesehn. Aber es geht ja um eine gute Sache!

Vielen Dank an Thomas für das Interview!

Das Interview führten Caroline Winter & Florian Brinkmann am 19.03.2011 im Kölner Palladium!

Fotos von diesem Konzert findet Ihr in unsere Foto-Galerie.

Weitere Informationen zu „Viva Con Aqua“ findet Ihr auf vivaconaqua.org. Tickets gibt es bei POWERTICKET!


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