Rock am Ring 2019 – Tag 1

Zur 34. Auflage von Rock am Ring waren diesmal bekannte Bands wie Tool, die Ärzte und Slipknot die Headliner zu diesem wunderbaren Festival. Mit viel Sonnenschein und durchaus warmen Temperaturen wurden die 80.000 Zuschauer begrüßt. Um 12 Uhr öffneten sich die Tore zum Nürburgring und die Show konnte beginnen.

Palisades eröffneten um 14 Uhr auf der Beck’s Crater Stage das legendäre Festival Rock am Ring. Die junge Band aus New Jersey war bereits mit Größen wie Silverstein und Crown The Empire auf Tour und ist einigen Zuschauern bereits bekannt. Wie immer war die First Wave zu dieser frühen Stunde nur spärlich besiedelt, doch die wenigen Zuschauer legten in Sachen Stimmung schonmal ein gutes Tempo vor. Eine Band, die man durchaus im Auge behalten sollte.

Auf der großen Volcano Stage ging es um 14.30 Uhr mit Badflower los. Die alternative Rock-Band eröffneten diese Bühne. Sänger Josh Katz zeigte dabei Publikumsnähe und sprang auf die Absperrung der First Wave. Weiter ging es auf der Volcano Stage mit Deadland Ritual mit einer Verspätung von 35 Minuten, da die Band im Stau stand. Die Band besteht aus Größen wie Franky Perez (Apocalyptica), Steve Stevens (Billy Idol), Geezer Butler (Black Sabbath) und Matt Sorum (Guns N‘ Roses) und formte sich im Jahr 2018. Bisher veröffentlichte die Band zwei Songs, „Down in Flames“ und „Broken and Bruised“. Leider mussten sie ihren Auftritt auf vier Songs kürzen – sie standen im Stau -, der Stimmung tat das jedoch keinen Abbruch. Die Fans feierten wild mit und bald bildete sich der erste Moshpit.

Kurz danach waren Against The Current auf der Crater Stage an der Reihe. Die jungen Musiker waren zum ersten Mal auf einem deutschen Festival und zeigten den Zuschauern, dass man Pop durchaus mit Metal mischen kann und beides zusammen einen Erfolg für Rock am Ring bedeutet. Auch den kurzen aber heftigen Schauer überstand Sängerin Christina „Chrissy“ Constanza unbeschadet. Sie lieferte klitschnass, aber voller Energie ihre Show ab.

Beyond The Black boten den Zuschauern auf der Alternastage eine kleine Feuershow. Die Mischung aus sehr melodischem und klaren Gesang von Jennifer Haben und den tiefen Growls von Chris Hermsdörfer und Tobi Lodes trafen hier genau den richtigen Geschmack. Sie hatten aus aus Mannheim wohl die kürzeste Anreise. Beyond The Black ist eine Band, die man sich durchaus nochmal als Headliner ansehen sollte. Als While She Sleeps die Alternastage betraten, bildete sich fast sofort ein riesiger Moshpit in der Mitte und das Publikum ging ab. Es wurde lauthals gesungen und gepogt. Hier konnte man nur noch von einem Abriss reden. Bereits im ersten Song mussten die Security mehrere junge Damen aus der ersten Reihe retten, damit diese wieder Luft bekamen.

Mit The Smashing Pumpkins ging es auch der Volcano Stage mit großen Schritten Richtung Ende. Die Show der alternative Rockband war bereits sehr gut besucht. Sänger und Gitarrist Billy Corgan war sehr schnell in seiner eigenen Welt verschwunden und schien auch das Publikum kaum noch wahr zu nehmen. Gitarrist James Iha war etwas aufmerksamer mit seiner Umgebung, doch auch er zog stur seine Show durch. Von den anderen Musikern Jeff Schroeder und Jimmy Chamberlin sah man an diesem Abend kaum eine Regung. Der Stimmung im Publikum gab das jedoch keinen Abbruch. Sie sangen mit und feierten die Band auf der Bühne.

Den ersten Tag von Rock am Ring auf der Volcano Stage beendeten Tool mit ihrer Show. Die amerikanische Progressiv Metalband ist dafür bekannt sich nicht gerne filmen zu lassen, somit wurde auf den großen Leinwänden im Hintergrund und auf der Seite ihre Musikvideos und, für Tool typische, kurze verstörenden Filme gezeigt. Musikalisch ist die Band für ihren beruhigenden Gesang und trance-ähnliche Klänge bekannt. Trotz wenig visuellem Kontakt waren die vielen Zuschauer vor der Bühne begeistert. Es wurde geheadbangt, mitgesungen und natürlich wild gefeiert.

Nach diesem energiegeladenen und anstrengenden Tag kann man nur noch in sein Bett oder Zelt fallen und sich auf den zweiten Tag von Rock am Ring freuen. Wer dennoch noch nicht genug hatte, fand mit abwechslungsreichem Programm wie The 1975, Bonez MC & RAF Camora, Behemoth oder Arch Enemy genug Gründe um bis tief in die Nacht zu feiern.

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